1zu0_Zinram Jonathan CfR blau_TW Moritz Mathias_Müller Robin3 SVS4 | Foto: Rubner

Fußball Oberliga

1. CfR Pforzheim zittert sich gegen Spielberg in Überzahl zum Derbysieg

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Der Höhenflug des 1. CfR Pforzheim in der Fußball-Oberliga hat auch nach dem Derby gegen den SV Spielberg Bestand. Das 2:1 (1:0) am Samstag bedeutete den dritten Sieg in Folge für das Team von Trainer Gökhan Gökce. Rundum zufrieden war der Coach allerdings nicht.

Rote Karte gegen Spielberg schwächt CfR

Knackpunkt war die 56. Minute, als CfR-Außen Stanley Ratifo auf und davon war und drohte, das 3:0 und damit die Entscheidung zu erzielen. Spielbergs Georgios Roumeliotis stoppte ihn per Notbremse, die Rote Karte war die logische Konsequenz. 2:0-Führung. Trotz Überzahl ging danach nicht mehr viel beim CfR zusammen. „Wir haben die Bindung zum Spiel verloren“, tadelte Gökce entsprechend bei der anschließenden Pressekonferenz.

Rasen im Holzhof zerstört Spielfluss

Zuvor hatte der CfR den SVS dominiert, ohne zu glänzen. Den Spielbergern merkte man die Verunsicherung an nach dem Trainerwechsel unter der Woche, Platz 17 in der Liga und einem Rasen im Holzhofstadion, den man eher als „Holzacker“ bezeichnen konnte und der präzises Kurzpassspiel unmöglich machte.

Zinram trifft ins leere Tor zum 1:0

Besser damit klar kamen die Gastgeber, die es vor allem mit Distanzschüssen (Ratifo, 5., Cristescu 21.) und hohen Bällen versuchten. Flankenass Joao Tardelli gelang dann in der 24. Minute der Zauberpass in die Schnittstelle. Johnathan Zinram überlupfte den herausgeeilten Torwart Mathias Moritz und schob ins leere Tor zum verdienten 1:0 ein.  Die Antwort Spielbergs kam postwendend, Stefan Müller scheiterte nach einer Ecke aber aus kurzer Distanz an CfR-Keeper Manuel Salz.

Ratifo erhöht für den CfR, Stefan Müller gelingt der Anschluss

Es war nur ein Strohfeuer, fortan spielte nur noch der CfR. Dominik Salz (33.), Tim Oman (43.) und Tardelli (44.) vergaben hochklassige Chancen. Besser machte es dann Ratifo in der 50. Minute, der beim 2:0 nach Kopfballvorlage von Dominik Salz unbedrängt aus fünf Metern einschieben konnte. In Unterzahl drehten die Spielberger nun auf. In der 71. Minute rutschte Ex-KSC-Spieler Edmond Kapllani nach einem Freistoß noch knapp am 2:1 vorbei, in der 76. Minute erzielte dann Stefan Müller per Kopf nach einem Freistoß des wie ausgewechselt spielenden Philipp Leimenstoll den Anschlusstreffer. Die Pforzheimer übernahmen wieder die Kontrolle, waren bei ihren Kontern aber fahrig.

Gökce hadert mit Schlussphase, Augenstein mit komplettem Auftritt

„Das war eine absolut verdiente Niederlage“, sagte der neue SVS-Trainer Andreas Augenstein. „Wir wollten mutig und ehrgeizig auftreten. Davon haben wir einiges vermissen lassen.“ Gökce fasste das Spiel anders zusammen: „Wir haben da weitergemacht, wo wir gegen Villingen (2:1) aufgehört hatten. Ich hoffe , dass wir gegen Reutlingen nicht da weitermachen, wo wir gegen Spielberg aufgehört haben.“