Der Eigentümer des Europa-Parks, Roland Mack, mit dem Nachwuchsingenieur Simon Schneider aus Straubenhardt-Feldrennach. | Foto: Europa-Park Rust

Roland Mack lädt Nachwuchs ein

14-Jähriger aus Straubenhardt baut Achterbahn im Garten und trifft Europa-Park-Inhaber

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Mit einer zwölf Meter langen Achterbahn im Garten seiner Eltern hat der 14-jährige Simon Schneider aus Straubenhardt-Feldrennach in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt. Nun wurde der Schüler sogar vom Inhaber des Europa-Parks in Rust zu einer exklusiven Führung hinter die Kulissen eingeladen.

Anstatt am Wochenende vor der Spielkonsole zu sitzen, verbringt Simon Schneider aus Straubenhardt-Feldrennach seine freie Zeit lieber an der Werkbank. Der 14-Jährige schraubt, hämmert und sägt an seiner eigenen Achterbahn im Garten.

Simon Schneider auf seiner selbstgebauten Holz-Achterbahn. | Foto: Europa-Park Rust

Begonnen hat der junge Konstrukteur sein Werk vor drei Jahren. Als Inspiration dienten ihm verschiedene Videos, die er auf Youtube gesehen hatte. Die Holz-Verpackung einer neu gekauften Waschmaschine kam da gerade recht, um als erstes Bauteil verwendet zu werden.

Aus den im Kinderzimmer zusammengeschraubten Holzbrettern ist eine zwölf Meter lange Achterbahn im Garten geworden. Natürlich mit fahrtüchtigem Wagon mit Sicherheitsbügel: Einer zurecht gebogenen Garderobenstange.

Mehr zum Thema: So ist die Idee für den Bau entstanden

Mittlerweile produziert er selbst YouTube-Videos. Darin stellt er regelmäßig den aktuellen Stand der Konstruktion vor und bietet Inspiration für weitere Achterbahnbauer.

Mit dem Bau im Garten erhält der größte deutsche Freizeitpark, der Europa-Park in Rust, einen weiteren Konkurrenten. Eigentümer Roland Mack war von dem Projekt des Nachwuchsingenieurs jedoch so sehr begeistert, dass er ihn mit samt seiner Familie in den Park einlud.

Irgendwann will ich einmal eine große Achterbahn bauen

Simon Schneider

Nach einer Nacht im Park eigenen „Bell Rock Hotel“ durfte Simon in einer exklusiven Führung durch die Wartungshalle des „Blue Fire Megacoasters“ hinter die Kulissen schauen. Dabei durfte er den stellvertretenden Leiter der Abteilung Konstruktion und Betriebstechnik, Florian Frey, mit Fragen löchern.

Im Rahmen einer Führung bei „Mack Rides“ in Waldkirch konnte der 14-Jährige zusätzliche Einblicke in die Arbeit der Ingenieure im Achterbahnbau erlangen und zeigte sich fasziniert von der ausgeklügelten Technik der Fahrgeschäfte. „Dort haben wir die Modelle gesehen, wie sie getestet wurden“, erzählt Simon Schneider.

 

Bei „Mack Rides“ durfte Simon Schneider bei der Wartung einzelner Achterbahnmodelle dabei sein. | Foto: Europa-Park Rust

Der Höhepunkt des Tages war jedoch das Treffen mit Park-Eigentümer Roland Mack. „Das war einfach wunderschön“, berichtet Simon Schneider. Mit diesem durfte er eine Runde in der vordersten Reihe des „Blue Fire Megacoasters“ drehen. Anschließend hatte der 14-Jährige die freie Auswahl an allen Fahrgeschäften des Parks, die er fahren wollte. Diese durfte er durch die VIP-Eingänge ohne Wartezeit betreten. Seinen Traumberuf scheint der junge Mann indes gefunden zu haben: „Irgendwann will ich einmal eine große Achterbahn bauen“,  erzählt Schneider.

Pläne hierfür hat er genug. Im Gespräch mit der BNN-Redaktion erklärt er gleich drei verschiedene Achterbahn-Systeme, die er in Zukunft in seinem Garten bauen möchte. Hierzu zählen eine Seilbahn, ein Drache als Gleiter in der Luft sowie ein Kettcar mit Motor auf Schienen.