Einige Lauben stehen schon. Auf dem Pforzheimer Marktplatz steigt am kommenden Freitag die 34. Auflage des Oechsle-Fests. 17 Tage lang darf dann im Herzen der Goldstadt geschlemmt und getrunken, geschunkelt und getanzt oder einfach nur genossen werden. | Foto: Wacker

Oechsle-Fest startet Freitag

17 Tage Genuss und Musik in Pforzheimer Laubenstadt

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Der Anblick von Lauben und Ständen auf dem Marktplatz ist trügerisch: Geht es schon los? Doch Oechsle-Fest-Freunde müssen sich noch gedulden, bis das über die Grenzen der Goldstadt hinaus beliebte Weinfest am Freitag, 23. August, in seine 34. Auflage startet. Dann wird der Marktplatz für 17 Tage zum magischen Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern, die es sich gut gehen lassen wollen bei kulinarischen Köstlichkeiten und edlen regionalen Tropfen – bestens unterhalten von einem vielfältigen Unterhaltungsprogramm, das 23 Bands musikalisch gestalten.

23 Bands sorgen für Stimmung

Oliver Reitz ist die Vorfreude beim Pressegespräch in den Räumen des Hauptsponsors Jeremias in Birkenfeld anzumerken. Für den Chef des veranstaltenden Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) hat der spätsommerliche Laubenzauber eine immerhin schon siebenjährige Tradition. „Wir haben es stetig weiter entwickelt“, sagt er über die Marke Oechsle-Fest und betont deren Strahlkraft über Pforzheim hinaus. „Dirndl-Abend und Finale werden von vielen Menschen schon richtig herbeigesehnt.“

Dirndl-Abend und Wunderkerzen-Finale

Neben Dirndl-Abend (31. August) und dem großen Wunderkerzen-Finale zu den Klängen von „Sierra Madre“ durch die Tops, stellen der Radiosender „die neue Welle“ mit einem Event unter dem Motto „Best of 90s“ (24. August) und die „Schweickert Secco-Summer-Night“ (29. August) weitere Publikumsmagnete dar. Bei ersterem wird DJane und Moderatorin Vanja auflegen und eine sechsköpfige Band um Sängerin Miss Kavila aufspielen, während die Secco-Nacht von heißen Grooves der Formation „James Torto & Friends“ begleitet wird.

Beliebter Treff für alte Bekannte und auswärtige Gäste

Am 6. September steigt die „PZ-Hüttengaudi mit Blechblos’n“, einer Gruppe, die nicht nur als die Münchener Oktoberfestband schlechthin gilt, sondern auch schon beim legendären Heavy Metal-Festival in Wacken auftrat. Wie im Vorjahr gibt es einen „Hummerabend“ (3. September) in den Arlinger-Lauben. An den „Jeremias-Samstagen“ haben die Wirte Nudelgerichte auf den Speisekarten, „mit einer großen Bandbreite von mediterran bis klassisch-deftig“, erklärt Guido Jeremias, im elften Jahr mit dabei.

Freuen sich aufs Fest: Annette De Gaetano, Guido Jeremias, Oliver Reitz und Siegfried Weiß (von links).

„Das Schöne am Fest ist, dass sich Jung und Alt begegnen“, bringt er auf den Punkt, was die anderen Beteiligten bestätigen: Alte Bekannte und Schulfreunde treffen sich und zahlreiche auswärtige Besucher strömen in die Stadt.

Man möchte richtig dabei sein

„Das Oechsle-Fest ist in der Mitte der Bevölkerung angekommen“, erklärt Siegfried Weiß, als Stimme der Wirte. Dass sich in Pforzheim Dirndl und Lederhosen etabliert haben, hätte sich Weiß vor zehn Jahren nicht vorstellen können. Für WSP-Chef Reitz zeigt sich bei hiesigen Trachträgerinnen und -trägern eine individuelle Note: „Man möchte richtig dabei sein.“
Acht Gastronomen aus der Region kredenzen 180 Gerichte aus der badisch-schwäbischen Küche und über 200 Weine. Die Oechsle-Tropfen Gold, Rosé und Rubin aus den Kellern regionaler Winzer sollen nach dem tollen Sommers 2018 besonders gut munden. Das können die Organisatoren nur bestätigen – nach einem zur frühen Stunde wirklich nur winzigen Schluck Rosé.

Am 23. August, 18 Uhr, wird OB Peter Boch das Fest eröffnen. Die Lauben sind bis 8. September, 11 bis 23 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 24 Uhr. Infos zu Programm, Laubenplan und Telefonnummern der Wirte gibt es unter www.ws-pforzheim.de/oechslefest