Dominik Salz (blau) vom CfR schiebt zum ersten Treffer ein, SVO-Keeper Pendinger ist machtlos. | Foto: Jan Prihoda

Fußball-Oberliga

3:0 – 1. CfR Pforzheim spielt SV Oberachern schwindelig

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Erst war der Applaus zaghaft. Doch als sich die gerade ausgewechselten Dominik Salz und Kreshnik Lushtaku der Außenlinie im Holzhofstadion näherten, wurde der Beifall intensiver. Die 255 Zuschauer johlten und honorierten damit eine spektakuläre Vorstellung ihres 1. CfR Pforzheim, wie man sie seit langem in der Oberliga nicht mehr gesehen hat. Mit 3:0 bezwang der CfR den SV Oberachern im ersten Heimspiel nach dem DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen.

CfR spielt erneut im 5-2-3

CfR-Trainer Gökhan Gökce vertraute der selben Startformation wie gegen Leverkusen, spielte erneut im 5-2-3. Die ersten zehn Minuten verliefen ereignislos. Dann kamen die Chancen im Minutentakt. Kreshnik Lushtaku zirkelte einen Freistoß in der zwölften Minute über das Tor.

Ratifo und Salz spielen Oberachern aus – 1:0

Zwei Minuten machte es Dominik Salz besser: Stanley Ratifo hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und den mitgelaufenen Salz mit einem Querpass bedient. Der schob den Ball sicher am Ex-CfRler Xaver Pendinger ins Tor.

Oberachern reagiert wütend

Die Antwort der Gäste kam postwendend, CfR-Keeper Manuel Salz parierte stark nach einem Distanzschuss (15.). Lushtaku (16.) und Ratifo (19.) hatten ihrerseits gute Möglichkeiten. Brenzlig wurde es noch einmal für den CfR in der 24. Minute: In blinder Ballerei schossen die Oberacherner aus allen Lagen auf das Tor. Doch bis auf eine Parade von Salz und mehrere Blocks kam für den SVO nichts dabei heraus.

Cristescu hechtet zum 2:0 für den 1. CfR Pforzheim

Danach hatte der CfR die Kontrolle. Ratifo scheiterte noch nach einer Ecke aus kürzester Distanz an Pendinger (36.), doch während der SVO schon auf Konter umstellte, gewann Kreshnik Lushtaku einmal mehr einen Zweikampf und flankte in den Strafraum, wo der aufgerückte Bogdan Cristescu noch stand – und mit einem Flugkopfball auf 2:0 erhöhte. Der CfR spielte sich in einen Rausch und den Gegner schwindelig.

Ratifo trifft zum Endstand für den CfR

Denis Gudzevic und Joao Tardelli verpassten das 3:0 vor der Pause, dann durfte Ratifo nach Zauberpass von Gudzevic den Schlusspunkt setzen, als er einen Gegenspieler austanzte und in den Winkel schlenzte (67.).

Ratifo: „Zurück geht nicht mehr!“

In der Schlussphase durfte das „magische Dreieck“ vom Platz und sich feiern lassen. „Das tut auf jeden Fall gut und ist eine Bestätigung“, sagt Gökce über die Stimmung unter den 255 Zuschauern. Und Ratifo erklärte sogleich: „Zurück geht nicht mehr, jetzt wollen wir Gas geben!“ Kreshnik Lushtaku machte vor allem die gute Vorbereitung für den Erfolg verantwortlich: „Das hat uns letzte Saison gefehlt, dass wir läuferisch da sind.“

SVO-Trainer Lerandy erkennt Dominanz an

Ach ja, Fußball wurde trotzdem noch gespielt. Lushtakus eingewechselter Bruder Kushtrim traf in der 78. Minute noch per Kopf den Pfosten. „Sie waren uns heute in allen Belangen überlegen“, kommentierte der enttäuschte SVO-Trainer Mark Lerandy. „Das müssen wir neidlos anerkennen.“