Salat als Vorspeise: Die Besucher der Suppenküche werden in Peter’s Würmtal-Lauben bewirtet; unter den Gästen (von links): Sylvia Uhlig (Beratungsstelle Hilfen im Alter), Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost und Helferin Annelies Gensler. | Foto: Roth

Pforzheim

Anonymer Spender lädt Besucher der Suppenküche aufs Oechsle-Fest ein

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Die regelmäßigen Besucher der Suppenküche wissen: Dreimal im Jahr werden sie eingeladen. „Auf der Mess’, auf dem Weihnachtsmarkt und auf dem Oechsle-Fest“, zählt Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost auf. Sie steht am Dienstagmittag vor „Peter’s Würmtal-Lauben“ auf dem Marktplatz der Goldstadt.

Von unserer Mitarbeiterin Susanne Roth

Um sie herum ist eine wahre Traube von Menschen. Die wollen alle ins Innere und haben sich im Vorfeld bereits Bons gesichert bei einem ihrer Besuche in der Suppenküche. Die Bons wiederum haben sie einem anonymen Spender zu verdanken, der laut Diakonie-Geschäftsführerin Jost seit 2015 regelmäßig besagte drei Veranstaltungen bedenkt; vielmehr die Menschen, die sich einen solchen Besuch nicht unbedingt leisten könnten.

Keine Diskussionen

Dass am Dienstag in „Peter’s Würmtal-Lauben“ alle das gleiche Essen bekommen – Cordon Bleu mit Pommes Frites und Salat – ist kein Problem. Fleisch ist eine Art Luxus und gehört einfach dazu, wie die Verantwortlichen meinen. Vegetarier- und Veganer-Diskussionen gibt es nicht. „Wichtig ist auch, dass alle gleichzeitig ihr Essen bekommen“, weiß Jost. Währenddessen ist Annelies Gensler, eine der ehrenamtlichen Helferinnen und Leiterinnen der Suppenküche, damit beschäftigt, die Bons am Eingang zu kontrollieren und Anfragen zu beantworten. „Es kommt immer wieder vor, dass Leute dann doch nicht auftauchen, dann können wir andere reinlassen“, sagt sie.
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Mehr als 73 Personen sollten es dann aber nicht werden, denn die Kalkulation pro Besucher darf 15 Euro nicht überschreiten – die Wirte, die jedes Jahr bei dieser Gruppe gewechselt werden, zeigen sich aber überwiegend großzügig. Zum fünften Mal wird aufgrund der Großzügigkeit des anonymen Spenders der Besuch beim Oechsle-Fest möglich. Die Organisation im Vorfeld und an dem Tag des Besuches selbst wird auch dank der Ehrenamtlichen möglich. „Das entlastet uns Hauptamtliche natürlich sehr“, sagt Jost, die von über 30 Ehrenamtlichen spricht, die sozusagen ein festes Team bilden.
Die Suppenküche in der Kiehnlestraße 10 hat dienstags, donnerstags und samstags von 11.45 bis 13.45 Uhr geöffnet.