Das Bürgerbüro wurde im Erdgeschoss des Verwaltungszentrums inzwischen provisorisch eingerichtet und soll ab März umgestaltet werden. Foto: Dietrich

Nach Sprengung von Geldautomat

Bauschlotter Bürgerbüro wird bald umgebaut

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Das Bürgerbüro im Verwaltungszentrum in Bauschlott ist zwar ein Provisorium, aber voll in Betrieb. Es wurde Ende Oktober beschädigt, als Unbekannte den Geldautomaten im Eingangsbereich des Verwaltungszentrums gesprengt haben. Die Gemeinde will aus der Not eine Tugend machen und das Erdgeschoss im Verwaltungszentrum nach 15 Jahren umbauen und modernisieren lassen.

Unbekannte sprengen Geldautomat

Wie berichtet, hatten unbekannte Täter am 29. Oktober gegen 4.15 Uhr den Geldautomaten im Eingangsbereich mit Gas gesprengt und im Erdgeschoss des Gebäudes großen Sachschaden angerichtet. Verletzt wurde bei der Explosion wie berichtet niemand. Wie viel Geld sie genau erbeutet haben, verrät die Sparkasse nicht, es soll sich aber um mehrere zehntausend Euro handeln. Gefasst hat die Polizei die Täter bisher nicht, die Ermittlungen laufen aber noch.
Der Eingangsbereich des Verwaltungszentrums war durch die Detonation stark in Mitleidenschaft gezogen worden, Computer, Schließfächer und Elektronik wurden beschädigt und die Scheiben durch die Wucht aus dem Rahmen gesprengt.

Umbauarbeiten sollen in zwei Monaten beginnen

Den Schaden schätzt die Gemeinde auf rund 100 000 Euro. Nach den Aufräumarbeiten durch das Hausmeisterteam und Mitarbeiter des Bauhofs wurde der Haupteingang für die Übergangszeit baulich gesichert, mit Brettern verbarrikadiert und wärmegedämmt. Das soll auch so bleiben, bis die Umbauarbeiten in circa zwei Monaten richtig losgehen, erklärte der Neulinger Bürgermeister Michael Schmidt.

Automat wird nicht wieder aufgestellt

Klar sei, dass das Bürgerbüro und der Eingangsbereich räumlich neu konzipiert werden soll – „weg von der Schleusen-Situation“, so Schmidt. Ein Geldautomat werde nicht wieder aufgestellt, zumal es einen weiteren Automaten im Ortsteil gebe, so Schmidt. Der Bürgermeister kann sich vorstellen, dass die Diebe den Automaten ausgewählt haben, weil es im Verwaltungszentrum keine Kameraüberwachung gibt. Bei der Modernisierung soll auch der Vorraum entfallen, dadurch gebe es räumlich mehr Luft.

Frisör und Post bleiben, wo sie sind

Im linken Bereich soll das Bürgerbüro von der Postagentur abrücken und durch einen Wartebereich mit Sitzgelegenheiten ergänzt werden. Bisher mussten Kunden vor dem Bürgerbüro auf dem Gang warten. Die Post mit Reiseshop, Toto-Lotto-Annahmestelle und Friseursalon bleiben, wo sie sind – letzterer war von der Explosion so gut wie nicht betroffen.

Bis Juni soll der Umbau fertig sein

In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen – voraussichtlich im Februar – will sich das Gremium mit dem Thema und Arbeitsvergaben befassen. Der Umbau werde sich wohl auf rund 100 000 Euro belaufen, schätzt Schmidt. Zwei Monate dürfte es dauern, bis es losgeht. Bis Mai oder Juni soll der Umbau fertig sein.