Spurensicherung: Die Feuerwehr sicherte den Tatort in Mühlacker ab. Bei einem Familiendrama hat ein Mann seine Frau erstochen. Der Mann wurden inzwischen dem Haftrichter vorgeführt. Foto: igm

Mann in Mühlacker festgenommen

Bestürzung nach der Bluttat

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Groß ist die Betroffenheit in Mühlacker am Tag nach dem tödlichen Familiendrama, bei dem eine 37-jährige Frau umgekommen war.  Ein 41-jähriger Mann aus Syrien hat in einer Wohnung in der Hermann-Hesse-Straße in Mühlacker seine von ihm getrennt lebende Ehefrau, die ebenfalls aus Syrien stammte, mit einem Messer getötet und war danach geflüchtet.

Tochter alarmiert die Polizei

Die Tochter des Paares blieb nach der Tat in der Wohnung zurück und alarmierte gegen 16.30 Uhr die Polizei. Ein Großaufgebot fahndete nach dem Mann, der mit einem seiner Söhne in Richtung Bahnhof geflüchtet war. Einige Beamte haben ihn kurz darauf auf dem Bahnhofsvorplatz überwältigt und festgenommen. Die Tatwaffe hatte der Mann bei der Festnahme, die für großes Aufstehen sorgte, noch bei sich. Mitglieder des Roten Kreuzes aus Mühlacker kümmerten sich um die drei Kinder des Paares. Die Feuerwehr sperrte den Tatort ab und leitete die Spurensicherung ein, während Nachbarn und Anwohner das Geschehen beobachteten.

Stunden nach der Tat kursierte im Internet ein Video, das der mutmaßliche Täter gefilmt haben soll. Foto: igm

Video kursiert im Internet

Stunden nach der Tat kursierte im Internet ein Video, das der 41-Jährige wohl nach der Tat im Haus gefilmt hatte. Darauf ist der mutmaßliche Täter zu sehen, der Syrisch spricht, und sein Sohn, der ihn auf der Flucht begleitet hat. Das Video sei gesichert und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden, bestätigt der Polizeiführer vom Dienst Rolf Merz.

Nach der Bluttat waren Polizei, Feuerwehr und DRK vor Ort. Foto: igm

Hintergründe der Tat noch unklar

Der 41-jährige Syrer, der wohl nicht in Mühlacker oder im Enzkreis wohnt, befindet sich laut Polizei in Karlsruhe in Gewahrsam und wurde am Samstag dem Haftrichter vorgeführt. Haftbefehl sei ergangen.
Über die Hintergründe für die Tat sei noch nichts bekannt; Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln derzeit. Mit neuen Erkenntnissen sei aber erst nächste Woche zu rechnen, so Merz. Die Kinder des Paares, eine Tochter und zwei Söhne, wurden der Jugendbehörde des Enzkreises übergeben.