Nicht nur das Kinderbecken im Wartbergbad ist in diesem Sommer voll besetzt. Insgesamt strömten bisher fast 64 000 Besucher in das Freibad. Auch die Zahlen im Nagoldbad sind erfreulich. Hier suchten bislang über 42 000 Menschen den Weg ins kühle Nass.
Nicht nur das Kinderbecken im Wartbergbad ist in diesem Sommer voll besetzt. Insgesamt strömten bisher fast 64 000 Besucher in das Freibad. Auch die Zahlen im Nagoldbad sind erfreulich. Hier suchten bislang über 42 000 Menschen den Weg ins kühle Nass. | Foto: Roth

Pforzheimer Freibäder

Besucherzahlen könnten Spitzenwerte erreichen

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Über 106 000 Menschen besuchten bislang die beiden Pforzheimer Freibäder auf der Suche nach Abkühlung. Auch die Tagesbesucherrekord aus dem Spitzen-Sommer 2015 wurden bereits geknackt. Die Stadt ist zufrieden mit den Besucherzahlen.

Menschen soweit das Auge reicht, brütende Hitze und kein bisschen Schatten. Wobei – ein bisschen Schatten war da schon am 30. Juni im Wartbergbad. Der Schatten, in den der Tagesbesucherrekord aus dem Spitzen-Sommer 2015 gestellt wurde. Insgesamt 6 657 Besucher strömten an besagtem Tag bei Temperaturen an die 35 Grad ins 1966 eröffnete Wartbergbad und somit 49 mehr als am bestbesuchten Tag im heißen Sommer 2015.

Besucherhöhepunkt Ende Juni

„Die Besucherresonanz ist vielversprechend, erfreulich“, sagt Pforzheims Pressesprecher Michael Strohmayer auf BNN-Nachfrage. In der Tat: Bisher kamen seit der Öffnung der beiden Freibäder im Mai 106 026 Wasserratten zum Schwimmen. Rund 64 000 davon gingen in das Wartbergbad, knapp 42 000 in das Nagoldbad. Der Besucherhöhepunkt lag dabei in den letzten Tagen des Juni. Während die meisten Schwimmer im Wartbergbad am 30. Juni gezählt wurden, lag der Höhepunkt im Nagoldbad am 26. Juni mit insgesamt 2 193 Gästen. Obwohl laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Pforzheims heißester Tag der 25. Juli mit über 36 Grad war, wurden hier keine Tagesbesucherrekorde erzielt.

Keine Zahlen vom „Jahrhundertsommer“

Mit den Werten zum aktuellen Zeitpunkt liegen beide Bäder auf einem sehr guten Weg, die Besucherzahlen aus dem vergangenen Jahr, als insgesamt mehr als 137 000 Gäste in Nagold- und Wartbergbad gezählt wurden, zu übertreffen. Und auch das Erreichen der Zahlen aus 2015 scheint möglich. Damals strömten insgesamt über 157 000 Besucher in die beiden Freibäder. Zahlen für den „Jahrhundertsommer“ im Jahr 2003 liegen in Pforzheim laut Stadt nicht vor.

Rund 42 000 Besucher kamen bislang ins Nagoldbad. Die meisten davon am 26. Juni.
Rund 42 000 Besucher kamen bislang ins Nagoldbad. Die meisten davon am 26. Juni. | Foto: Wacker

Dünne Personaldecke

Neben einem warmen Sommer ist für das Übertreffen der Zahlen aber vor allem eine ausreichende Personaldecke vonnöten. „Die ist in der Freibadsaison immer recht dünn“, weiß Strohmayer. Aber die Bäder wurden auch in diesem Jahr mit Saisonkräften verstärkt. Eine Verlängerung der Badesaison ist aber, wenn das Wetter mitspielt, generell möglich. Dafür muss auch genügend Personal für die „Einwinterung“ nach Saisonende vorhanden sein. Im vergangenen Jahr gab es aus Personalmangel keine Verlängerung. Unklar bleibt aber weiterhin, wie es mit dem sanierungsbedürftigen Wartbergbad nach der Saison weitergeht (siehe Infokasten).

Tragischer Zwischenfall

Die Erwartungen für die noch laufende Freibadsaison sind auf jeden Fall klar: „Wir wünschen uns prächtiges Badewetter, zahlreiche Gäste und keine Zwischenfälle“, so Strohmeyer auf Nachfrage.
Bei allen positiven Besucherzahlen und den hoffnungsfrohen Erwartungen an den noch verbleibenden Rest-Sommer gab es auch Schattenseiten im bisherigen Bäderjahr. Ein tragischer Zwischenfall, bei dem ein 60-jähriger Mann vor Ort reanimiert werden musste, ereignete sich Anfang Juli im Wartbergbad. Dank dem beherzten Einsatz zweier Schülerinnen hat der Mann überlebt.

Hintergrund: Sanierung Wartbergbad
Im Mai teilte die Verwaltung mit, dass der Beton unterhalb von Duschen und Umkleiden teilweise marode ist. Um eine Nutzung in diesem Sommer zu gewährleisten, wurden vor Saisonstart bereits verfaulte Holzstützen ersetzt. Ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro sieht die Nutzung auch im kommenden Jahr nur gewährleistet, sollte das Bad grundlegend saniert werden. Grund dafür ist eine schnelle Verschlechterung der Korrosionserscheinungen.
Aus „organisatorischen Gründen“ konnte die Stadt auf Nachfrage keine Angaben über den aktuellen Stand der Sanierungsplanungen am Wartbergbad machen.