Bewirbt sich um das Amt des Landrats im Enzkreis: Björn-Christian Kleih. | Foto: privat

Landratswahl im Enzkreis

Björn-Christian Kleih zweiter Bewerber

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Ein Generationenwechsel zeichnet sich beim Rennen um das Amt des Landrats ab: Nach Bastian Rosenau (37; Freie Wähler) hat mit Björn-Christian Kleih (38; CDU) der nächste Jungpolitiker seine Bewerbung um die Nachfolge von Karl Röckinger (67; parteilos) bekanntgegeben.  Die CDU-Kreistagsfraktion traf sich in der Berufsschule in Mühlacker. Mit dabei war auch Kleih, derzeit Erster Landebeamter des Neckar-Odenwald-Kreises. Den 13 von 15 anwesenden CDU-Kreisräten wollte er persönlich mitteilen, dass ihn die positiven Gespräche im Vorfeld dazu bewogen hätten, Landrat im Enzkreis werden zu wollen. „Nach eingehenden und sehr konstruktiven Gesprächen habe ich entschieden, mich für das Amt des Landrats im Enzkreis zur Wahl zu stellen“, teilt Kleih denn auch in einer Stellungnahme mit. „Ich glaube, dass ich mit meiner breit gefächerten Verwaltungs- und Führungserfahrung viel zu einer guten Entwicklung des Enzkreises beitragen kann.“

Frischer und unbefangener Blick

Der gelernte Jurist ist überzeugt: „Als Bewerber von außen bringe ich einen frischen und unbefangenen Blick auf den Enzkreis und seine Verwaltung mit. Ich würde mich freuen, wenn mir der Kreistag das Vertrauen für dieses verantwortungsvolle Amt schenken würde“, heißt es in der Mitteilung weiter. Seine Bewerbung werde er in der kommenden Woche abgeben. Mit viel Rückenwind gehe der Beamte in den Wahlkampf, denn er habe in den Gesprächen mit den Fraktionen im Kreistag eine „große Offenheit“ gespürt, schildert der Kandidat seine Eindrücke im Gespräch mit dem Pforzheimer Kurier.

CDU-Fraktion unterstützt Kleihs Kandidatur

„Wir freuen uns, dass sich Dr. Kleih entschieden hat, für die Stelle des Landrats zu kandidieren“, teilt Günter Bächle, CDU-Fraktionschef im Kreistag, auf Nachfrage mit. Seine Fraktion stehe geschlossen hinter Kleih: „Wir werden ihn unterstützen. Damit hat der Kreistag eine Auswahlmöglichkeit“, so Bächle weiter.
Dass Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad und stellvertretender CDU-Vorsitzender im Kreis Calw, seinen Hut noch in den Ring wirft, wird damit unwahrscheinlicher – ausgeschlossen ist seine Kandidatur oder eines weiteren CDU-Mitglieds aber nicht. Der früh als möglicher Röckinger-Nachfolger gehandelte Chef der Kreisfinanzen und enger Vertrauter des Landrats, Frank Stephan, verzichtet indes auf eine Kandidatur, wie er laut Medienberichten den Fraktionen des Kreistags mitteilte. Die Bewerbungsfrist für die Wahl am 14. Dezember endet am Montag, 23. Oktober.

Zur Person
Björn-Christian Kleih wurde am 21. September 1979 in Waiblingen geboren. Er ist seit Februar 2015 stellvertretender Landrat im Neckar-Odenwald-Kreis und zugleich Fachbereichsleiter Umwelt, Landentwicklung und Ordnungswesen. Zuvor arbeitete Kleih im Regierungspräsidium Karlsruhe als stellvertretender Referatsleiter (Kommunales, Stiftungen und Sparkassenwesen). Zweieinhalb Jahre war er Parlamentarischer Berater der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg. Dort war er für die Bereiche „Recht und Verfassung“ und „Integrationspolitik“ zuständig. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und dem Referendariat begann Kleih seine berufliche Laufbahn 2007 beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis. Parallel promovierte er mit einer Schrift zum Thema „Strafprozessrecht“. Seine Promotion wurde 2009 ausgezeichnet. Kleih ist seit 1998 Mitglied der CDU und wohnt mit seiner Frau und drei Kindern in Bruchsal.