Nimmt Form an: Im Außenbereich des Rathausneubaus auf dem San-Biagio-Platani-Platz laufen derzeit die Belagsarbeiten. Foto: Zachmann

Rathausneubau im Zeitplan

Brauhaus zieht schon im Frühjahr ein

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Das neue Rathaus in der Wilferdinger Ortsmitte nimmt immer mehr Gestalt an. Bis spätestens Oktober soll alles fertig sein – „die Arbeiten sind im Zeitplan“, bestätigt der Remchinger Bauamtsleiter Markus Becker auf Nachfrage des Pforzheimer Kurier.

Tiefgarage mit 86 Parkplätzen

Derzeit werden die letzten Estrich-Arbeiten im zweiten und dritten Obergeschoss ausgeführt, die Trockenwände bis zum zweiten OG stehen bereits und die Rohinstallationen seien zu 85 Prozent fertig, so Becker. Im Außenbereich laufen derzeit die Belagsarbeiten auf dem San-Biagio-Platani-Platz. Ende Februar sollen die Malerarbeiten und der Ausbau der Bodenbeläge vorgenommen werden und die Schreinerarbeiten im März folgen.

„Brauhaus 2.0“ zieht ein

Fertig ist dagegen schon die Tiefgarage mit ihren 86 Parkplätzen. Das hänge damit zusammen, dass wie berichtet das Karlsruher „Brauhaus 2.0“ bereits im Frühjahr im Gastronomiebereich des fünfeckigen Neubaus einzieht. Vorher muss das Landratsamt aber noch seine Freigabe erteilen, so Becker. Wie berichtet, soll im Stile einer Dorfbrauerei mit Remchinger Wasser im Rathaus gebraut werden.

Büroflächen auf drei Stockwerken

Büroflächen werden im ersten, zweiten und dritten Stock vermietet – zusammen mit Parkplätzen in der Tiefgarage. Im ersten OG sollen darüber hinaus der Trausaal und das Bauamt untergebracht werden, im zweiten Geschoss das Rechnungsamt und der Sitzungssaal, während Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon und das Hauptamt ins dritte OG ziehen. Hier befindet sich außerdem der obere Teil des Sitzungssaals. Ziel sei, dass die 40 bis 50 Mitarbeiter und Ämter nach der Sommerpause umziehen, erläutert der Bauamtsleiter. Bürgermeisteramt, Haupt- und Bauamt sind derzeit noch in Wilferdingen untergebracht und das Rechnungsamt in Singen. Die Verwaltungsstelle in Nöttingen wurde bereits aufgelöst.

Mitarbeiter ziehen nach der Sommerpause um

Der Umzug soll innerhalb einer Woche nach und nach über die Bühne gehen und „die Schließzeiten der Verwaltung auf ein Minimum beschränkt werden“, so Becker.
Auch die Kosten bleiben mit 13,7 Millionen Euro im Rahmen, versichert der Bauamtsleiter. Wie mehrfach berichtet, hatte sich eine Bürgerinitiative gegen den Neubau gewehrt, weil sie befürchtete, dass das Rathaus deutlich teurer wird als geplant. Seit der Rohbau steht, sei die Resonanz aus der Bevölkerung „absolut positiv“, hat Becker beobachtet. Beim Richtfest Anfang Juli mit Architekt Thomas Steimle sei das Interesse der Besucher groß gewesen.

Kosten bleiben im Rahmen

Auf dem San-Biagio-Platani-Platz sollen auch wieder Bäume gepflanzt werden. Dass die alten, markanten Bäume für das Millionenprojekt gefällt wurden, hatten viele Remchinger Bürger stark kritisiert.