Im Ausbau: Die Verlegung von Versorgungsleitungen und die Erneuerung eines Abwasserkanals zwischen Schloßberg und Marktplatz sollte ursprünglich vor dem Aufbau des Weihnachtsmarkts abgeschlossen werden. Marktmeister Marc Pfrommer ist zuversichtlich, dass der Weihnachtsbetrieb ab Freitag wie gewohnt stattfinden kann.
Im Ausbau: Die Verlegung von Versorgungsleitungen und die Erneuerung eines Abwasserkanals zwischen Schloßberg und Marktplatz sollte ursprünglich vor dem Aufbau des Weihnachtsmarkts abgeschlossen werden. Marktmeister Marc Pfrommer ist zuversichtlich, dass der Weihnachtsbetrieb ab Freitag wie gewohnt stattfinden kann. | Foto: pf

Letze Arbeiten bis Freitag

Buden ersetzen Bagger: Pforzheimer Weihnachtsmarkt löst Baustelle Innenstadt Ost ab

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Inmitten der besinnlichen Kulisse des entstehenden Pforzheimer Weihnachtsmarkts werden im Zuge des Großprojekts Innenstadt Ost gerade noch die letzten Leitungen verlegt. Marktmeister Marc Pfrommer fällt ein Stein vom Herzen, wenn die Tiefbauarbeiten wie vorgesehen am Freitag pünktlich enden und der Bagger zwischen den Buden verschwindet.

Die Aufbau des Pforzheimer Weihnachtsmarkts ist in vollem Gange. Während das Dach des „Lebkuchenhauses“ von Christina Gronen schon festlich geschmückt wird, müssen sich die Besitzer der Stände zwischen Eislauffläche und Engelspyramide mit der Deko noch bis zum Ende der Tiefbauarbeiten gedulden. „Die werden vor dem Aufbau des Weihnachtsmarktes abgeschlossen sein“, ließ sich noch im August einer Mitteilung der Stadt entnehmen. Dieser Zeitplan konnte offensichtlich nicht eingehalten werden.

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Engelspyramide unter erschwerten Bedingungen errichtet

Seine berühmte Engelspyramide konnte Eddy Arnoux unmittelbar neben dem Baugraben trotzdem errichten – wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Arnoux nimmt’s locker: „Die Absperrung hatte den Vorteil, dass wir von Passanten ungestört arbeiten konnten, weil kein Platz zum Durchlaufen blieb. Der Nachteil war, dass wir selbst auch nur wenig Platz hatten“. Dass sich der vierstöckige Holzbau dennoch wie geplant über den Dächern der insgesamt 48 Weihnachtsstände erheben konnte, verdankt sich laut Arnoux dem „perfekten Ineinandergreifen der Gewerke“ von Bau- und Marktleitung. Für Marc Pfrommer war schon die Pyramide eine „Punktlandung“. Das Aufbringen der Asphaltschicht, die ihm die Bauleitung am Mittwochmorgen für Freitag zugesichert hat, bedeutet eine weitere.

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Vier Stände müssen sich mit Aufbau gedulden

Während die Treppe am alten Schloßberg wie geplant zum Beginn des Mittelaltermarkts wieder begehbar ist, scheint sich die Bauleitung am ehemaligen Standort des „I-Dipfele“ verkalkuliert zu haben: „In der Fußgängerzone wurde mit Vollgas gearbeitet und trotzdem wurde es zeitlich eng. Alle Beteiligten hätten sich hier gewünscht, den einen oder anderen Tag früher fertig zu werden“, nimmt ein Pressesprecher der Stadt Pforzheim auf Nachfrage Stellung zur zeitlichen Verzögerung.

Die Stadtverwaltung zeigt sich aber zuversichtlich, was den gewohnt-geregelten Ablauf des Pforzheimer Weihnachtsmarkttreibens angeht: „Das Gros der Stände konnte und kann aufgebaut werden, am Freitag können die letzten vier Stände mit dem Aufbau beginnen“, so der Pressesprecher. Auch der Straßenverkehr werde von Donnerstag, 28. November, an auf die gewohnten Fahrbeziehungen (Schloßberg, Deimlingstraße, Östliche) zurückgreifen können, so der Plan.

Im Aufbau: Das Dach des Herzlmalerei-Stands von Christina Gronen füllt sich allmählich mit bunten Weihnachtsfiguren.
Im Aufbau: Das Dach des Herzlmalerei-Stands von Christina Gronen füllt sich allmählich mit bunten Weihnachtsfiguren. | Foto: pf

Marktmeister übt sich in Optimismus

Marc Pfrommer ist ebenfalls optimistisch, dass die Besitzer von Glasgravuren-, Glasierte-Früchte- und Pizza-Stand dann ihren Weihnachtshäuschen den letzten Schliff verpassen können. „Auf Deko können wir auf dem Weihnachtsmarkt nicht verzichten“, stellt er klar.

Außer Optimismus bleibt dem Marktmeister auch nicht viel übrig, denn wenn die Stadt ihr Versprechen nicht halten kann, wird es entsprechend ungemütlich auf dem Weihnachtsmarkt. Nicht nur, dass die Zufahrtswege weiterhin freigehalten werden müssten, auch die Sicherheit der weihnachtlichen Flaneure stünde womöglich auf dem Spiel – und damit auch das Geschäft der Schausteller. Szenarien, an welche die Beteiligten gar nicht erst denken möchten.

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Service
Nach der Eröffnung am Montag, 25. November, um 17.30 Uhr ist der Weihnachtsmarkt bis 22. Dezember montags bis samstags von 10.30 bis 20 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Gastronomie täglich bis 22 Uhr. Übersicht der Weihnachtsmärkte am Oberrhein und am Schwarzwald.