Mit Rauch und Flammen kämpften die Einsatzkräfte am Sonntag im Remchinger Gewerbegebiet. | Foto: Feuerwehr Remchingen

Einsatz in Remchingen

Busbrand: Kommandant sieht verkaufsoffenen Sonntag als „Glücksfall“

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Zu einem Busbrand ist es gegen 17.30 am Sonntag im Remchinger Gewerbegebiet „Im Hölderle“ gekommen. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen und 20 Mann etwa eine Stunde im Einsatz, um die Flammen zu löschen. „Dass gerade an diesem Tag verkaufsoffener Sonntag in Remchingen war, war ein glücklicher Zufall“, erklärt Kommandant Marc Unger auf Kurier-Nachfrage.

An einem anderen Sonntag wäre das Fahrzeug vermutlich total ausgebrannt

Zahlreiche Besucher des direkt gegenüber des Brandfahrzeugs gelegenen Geschäfts „Lucky Bike“ hätten unglaublich schnell reagiert und die Einsatzkräfte verständigt. „An einem anderen Sonntag wäre das Fahrzeug aufgrund der fehlenden Zeugen vermutlich total ausgebrannt“, schätzt Unger. So jedoch leisteten Inhaber und Kunden mit den vorhandenen Feuerlöschern bereits gute Vorarbeit bis zum Eintreffen der Feuerwehrleute. Nichtsdestotrotz schlugen noch Flammen aus dem Motorraum des Linienbusses, als die Einsatzkräfte ihre Arbeit aufnahmen. „Wenn der Brand einmal eine gewisse Hitze erreicht hat, lässt sich mit handelsüblichen Feuerlöschern nicht mehr viel ausrichten“, so der Kommandant. Da der Bus abgeschlossen und der Betreiber nicht greifbar war, mussten die Feuerwehrleute nach dem Löschen der Flammen durch die geplatzte Heckscheibe einsteigen und die Notentriegelung tätigen. So entstand neben dem ausgebrannten Motor, der kaputten Scheibe und diversen geschmolzenen Kunststoffteilen auch Schaden an den Sitzpolstern. Brandauslöser bei dem noch wenige Stunden vorher im Einsatz gewesenen Fahrzeug war vermutlich ein technischer Defekt.

Qualm verursachte hohen Schaden

Eigentlich würde bei so einem Brand schnellstmöglich eine Überdruckbelüftung zum Einsatz kommen, die den Rauch nach hinten aus dem Fahrzeug blase, erklärt Unger. Damit hätten die Polster der Sitze möglicherweise noch gerettet werden können. Da dies nicht möglich gewesen sei, falle der Schaden mit geschätzten 50 000 Euro deutlich höher aus. „Der Rauchschaden ist oft höher als der Brandschaden“, so der Kommandant. Ob die Instandsetzung des Busses noch wirtschaftlich sinnvoll sei, müsse nun der Betreiber entscheiden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.