DIE NEUEN BV-SPITZEN: Guido Grohmann, Uwe Staib, Adalbert Mayer, Peter Pfäffle, Ina Zeiher-Zimmermann, Marcus Binder, Karlheinz Karner, Isabelle Mössner, Simon Hall, Michael Harrer, Oliver Müller, Mathias Kohlhammer, Roland Gerner (von links). | Foto: Ehmann

Schmuck trifft Edelmetall

BV bestätigt Uwe Staib als Präsident

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Nein, die Zeichen stehen „definitiv nicht auf Fusion“ beim Bundesverband Schmuck und Uhren (BV), sagt Präsident Uwe Staib. Dafür seien die Aufgaben zu unterschiedlich, weist der Geschäftsführer der Fachvereinigung Edelmetalle (FE), Wilfried Held, zurück, es gehe in diese Richtung. Aber die beiden im Industriehaus angesiedelten Verbände rücken näher zusammen. Dies wurde gestern bei der Hauptversammlung des BV per Satzungsänderung beschlossen. Danach ist der FE-Vorsitzende ab sofort Mitglied im BV Vorstand. Weitere Veränderung dort ist, dass ein neues Mitglied an Stelle von Guido Grohmann gefunden werden musste, der am 15. März als Nachfolger von Ina Zeiher-Zimmermann die BV-Geschäftsführung übernimmt. Das Gremium wurde außerdem um zwei auf neun Sitze vergrößert.
Präsident Staib, der gleich dem gesamten restlichen Vorstand im Amt bestätigt wurde, kann diesen Wandel als positives Ergebnis der seit geraumer Zeit betriebenen Umstrukturierung lesen. Während sich der BV deutlicher für wirtschaftspolitische Mitgliedschaften empfehlen will, übernimmt der FE einen Teil der Interessensvertretung auf Verbandsebene beispielsweise beim BDI (Bund der Industrie) oder in EU-Sphären.

DSU aus der Verlustzone

Als wesentliches Plus bei dem Ziel, den Verband für die nicht tariflich gebundenen Kleinunternehmen attraktiver zu machen, sieht Staib die Umstrukturierung in Fachgruppen. Über die nunmehr fünf Schwerpunkte Uhren, Trauringe, Schmuck, Reach und Compliance sowie Großhandel und Importeure kämen Themen nach vorne, die auch für andere interessant sein können. Der BV konnte vergangenes Jahr zehn neue Mitglieder gewinnen, drei wanderten ab. Insgesamt hat die Interessenorganisation rund 200 Mitglieder, ein Drittel davon ist tarifgebunden.
Eine positive Bilanz konnte die Verbandsführung gestern vor rund 50 Mitgliedern und ebenso vielen Gästen auch für die DSU präsentieren. Die vor einigen Jahren von der Auflösung bedrohte Gesellschaft, die in den Schmuckwelten Firmen und Marken präsentiert, schreibe keine Verluste mehr, schaffe aber die Verbindungen zu den Erfahrungen im Juwelier-Einzelhandel.
Ausweiten will der BV die Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim über das Schmucktechnologische Institut hinaus. Die Pläne für ein neues Projekt würden jetzt weiter entwickelt und sollen 2018 präsentiert werden.
Für Kooperationen mit der Goldschmiedschule mit Uhrmacherschule steht jetzt vor allem Isabelle Mössner als neue Schule- und Kulturbeauftragte im Vorstand zur Verfügung.

Vorstand des BV

Uwe Staib wurde  als Präsident des Bundesverbands Schmuck und Uhren bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurden die Vizepräsidenten Peter Pfäffle von Karl Scheufele in Birkenfeld und Adalbert Mayer von AMS-Uhren in Furtwangen sowie für Finanzen Marcus Binder von Binder Metalle in Mönsheim, Karlheinz Karner von Bauer-Walser in Keltern und Mathias Kohlhammer von Schofer in Pforzheim. Neu im Vorstand sind Isabelle Mössner von Emil Mössner in Eisingen, Simon Hall von Hanhart 1882 in Gütenbach für die Region Schwarzwald und Michael Harer von Hovon Europa in Pforzheim. Als Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses, der die Arbeitstarife mit aushandelt, gehört Oliver Müller von Agosi in Pforzheim zum Vorstand. Über die Kooperation mit der Fachvereinigung Edelmetalle ist deren Vorsitzender Roland Gerner dazu gekommen.