Die beste Chance beim Spiel in Ilshofen ließ Laurin Masurica verstreichen. Er zielte am leeren Tor vorbei. | Foto: Rubner

Fußball-Oberliga

CfR enttäuscht bei Nullnummer

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„Wir haben schon mal bessere Spiele gemacht“, räumte CfR-Coach Gökhan Gökce nach dem torlosen Remis in der Fußball-Oberliga-Partie beim Aufsteiger TSV Ilshofen ein. „Aber wir hatten auch Pech.“ Die Goldstädter hatten in der Tat kein Glück, allerdings nur ein einziges Mal – und zwar bei der größten Chance des Spiels für den CfR, als Laurin Masurica nach exzellenter Vorarbeit von Dominik Salz aus zwei Metern das leere Tor nicht traf (62.). „Wenn nicht mal dieser Ball hineingeht, welcher Ball soll denn dann hinein?“, fragte Gökce entnervt.

Von Harald Funke

CfR hat erst Pech, dann aber auch Glück

Doch die Pforzheimer hatten nicht nur Pech, sondern in gleichem Maß auch Glück auf ihrer Seite. Denn kurz zuvor war es der Ilshofener Jonas Lausenmeyer, der freistehend vor Manuel Salz überhastet verzog (56.). Ausgleichende Gerechtigkeit also in einem ausgeglichenen Spiel. „Es war ein typisches 0:0-Spiel“, sagte CfR-Innenverteidiger Julian Grupp, der mit seinem Kompagnon Bogdan Cristescu und dem gesamten Pforzheimer Defensivverbund dafür sorgte, dass hinten die Null gehalten werden konnte. Das gelang auch den Gastgebern, die insbesondere im ersten Durchgang dicht gestaffelt mit einer Fünfer- sowie einer Viererkette spielten und defensiv nichts anbrennen ließen. „Beide Teams agierten sehr kontrolliert und sehr vorsichtig“, befand Gökce.

Wir haben eigentlich den Anspruch, das Spiel zu machen

„Wir haben eigentlich den Anspruch, das Spiel zu machen. Doch davon kann heute nicht die Rede sein“, kritisierte Grupp. „Durch die vielen Ballverluste haben wir den Gegner nicht ausreichend von unserem Tor weghalten und in Ruhe aufbauen können, sodass es noch zu einigen gefährlichen Situationen gekommen ist“.

Pforzheimer dominieren in ersten 30 Minuten der zweiten Hälfte

Eine dominante Phase hatten die Gäste in der ersten halben Stunde der zweiten Halbzeit, in der sie einige ansehnliche Angriffe initiierten, diese aber nicht abgezockt genug zu Ende spielten. An der kämpferischen Einstellung lag es indes nicht, dass die Partie nicht gewonnen werden konnte. „Die Einstellung hat bis zum Schluss gepasst“, so Gökce. Bis auf diese geleistete fußballerische Grundvoraussetzung bot das Spiel den mitgereisten Fans bei ungemütlich kaltem Regenwetter wenig Anlass, optimistisch in die fußballerische Zukunft des CfR blicken zu können.