Lufthoheit: Die Pforzheimer um Stanley Ratifo, Bogdan Cristescu und Dominik Salz (von links, in der Mitte Mauro Chiurazzi) setzten sich im Heimspiel gegen den FC Villingen mit 3:1 durch. | Foto: Waidelich

Fußball-Oberliga

CfR mit der nötigen Prise „Salz“

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Von Harald Funke

„Egal, wie kurz oder lange es noch geht, wir schießen noch ein Tor.“ Diese Parole hatte CfR-Kapitän Dominik Salz laut seines Trainers Gökhan Gökce in der Kabine ausgegeben, nachdem Schiedsrichter Philipp Schlegel die Fußball-Oberliga-Partie zwischen dem 1. CfR Pforzheim und dem FC 08 Villingen wegen eines Gewitters kurz vor Spielende beim Stand von 2:1 für den CfR unterbrochen hatte (88.). Und genau so kam es dann auch. Nach einem Pforzheimer Konter spielte Salz selbst den entscheidenden Pass auf Johnathan Zinram, der flach zum 3:1(0:0)-Endstand einschob (90.+1).

Wir sind in der Breite
zu schwach aufgestellt

So klar, wie es das Ergebnis am Ende ausdrücken mag, hatte es lange Zeit aber nicht ausgesehen. Den nur 180 Zuschauern im Pforzheimer Holzhofstadion bot sich insbesondere im ersten Durchgang ein chancenarmes und unattraktives Fußballspiel, in dem der CfR defensiv mit einer massiven Fünferkette agierte und „den Villingern das Spiel überlassen“ hat, wie Gökce nach der Partie sagte und anfügte: „Wir wollten es kontrolliert angehen.“ In Anbetracht von sechs angeschlagenen Spielern in einem drei Spieltage vor Saisonende ausgedünnten Kader eine verständliche Taktik. „Die Saison zieht sich. Nach den Englischen Wochen und vor dem Hintergrund der verletzten und angeschlagenen Spieler sieht man, dass wir in der Breite zu schwach aufgestellt sind“, sagte Pforzheims Innenverteidiger Julian Grupp. Immerhin: Den Klassenverbleib hat der CfR nun geschafft.

CfR kann sich einmal mehr auf Keeper Manuel Salz verlassen

„An solchen Tagen braucht man gute Spieler und einen guten Torwart. Und das hatten wir heute“, lobte Gökce. Dabei legte insbesondere CfR-Keeper Manuel Salz mit seinen zwei Glanzparaden (15., 65.) den Grundstein für den Sieg – jeweils nach einem Schuss von Teyfik Ceylan. „Das war schon Extraklasse“, sagte der CfR-Teambetreuer und Ex-Bayern-Profi Edgar Schneider, der jahrelang mit dem Weltklassetorhüter Sepp Maier zusammenspielte. „Manuel hat Pforzheim durch diese Paraden im Spiel gehalten und den Sieg erst möglich gemacht.“

Dominik Salz trifft zur Führung und bereitet 3:1 vor

Dominik Salz wusste auf den Vorleistungen seines Bruders aufzubauen, indem er einen Querpass von Stanley Ratifo nach Konter mustergültig zum 1:0 verwertete (73.). Die Zugabe folgte prompt, als Pforzheims Innenverteidiger Bogdan Cristescu nach präzisem Eckball von Fatih Ceylan per Kopf zum 2:0 erhöhte (76.). Villingens Ceylan gelang per Abstauber der 1:2-Anschlusstreffer (77.). „Zum Schluss haben wir dann alles oder nichts gespielt“, sagte Villingens Trainer Jago Maric, „und uns das 1:3 gefangen. Wir haben sehr schlecht verteidigt. Von daher geht der Sieg für Pforzheim absolut in Ordnung.“