Michael Geiger, Timo Gerstel und Christine Müh (von links) sind mit der ersten Woche Autokino auf dem Messplatz zufrieden.
Michael Geiger, Timo Gerstel und Christine Müh (von links) sind mit der ersten Woche Autokino auf dem Messplatz zufrieden. | Foto: Stefan Friedrich

Komödien beliebter als Dramen

Das Pforzheimer Autokino ist gut angelaufen

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Seit einer Woche läuft das Autokino auf dem Messplatz in Pforzheim. Die erste Bilanz fällt positiv aus, auch wenn man teilweise mit dem Wetter zu kämpfen hatte und die Besucherzahl mit dem Kälteeinbruch vorübergehend zurückging.

Von unserem Mitarbeiter Stefan Friedrich

Rund 1.300 Besucher haben bislang das Angebot genutzt, erklärte die Geschäftsführerin des Kommunalen Kino, Christine Müh, gegenüber BNN.de. „Da haben wir sicher noch ein bisschen Luft nach oben.“ Ein Grund für die Delle nach dem erfolgreichen Start dürften die Eisheiligen gewesen sein.

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Das schlechte Wetter war „nicht hilfreich“, bestätigte auch Michael Geiger von den Pforzheimer Kinobetrieben; unterm Strich erfreut sich das Autokino aber großer Beliebtheit. Drei Mal war es ausverkauft, zum Premierenstart mit den „Känguru-Chroniken“, tags darauf beim „Joker“ und am Freitagabend, als „Bad Boys For Life“ gezeigt wurde.

Besucher bevorzugen im Autokino Unterhaltungsfilme

Das Programm war dabei vielseitig aufgestellt; eines hat sich dennoch gezeigt: „Die Besucher wollen unterhalten werden“, so Geiger. Ein Drama wie „Systemsprenger“, das in den Kinos erfolgreich lief, kam im Autokino nicht ganz so gut an wie erwartet. Komödien oder Musikfilme werden dagegen sehr gut angenommen. Insgesamt sei er daher mit den Besucherzahlen, die bereits wieder steigen, zufrieden, so Geiger.

Ins Schwitzen gebracht hat das Team in dieser Woche kurzzeitig die Technik: als es in der Nacht von Montag auf Dienstag zu kalt war, wollte eine Knopfbatterie nicht mehr. „Wir standen dann ganz kurzfristig ohne Server da“, erzählte Timo Gerstel. Konsequenz: Die Serverplatine wurde ausgebaut und muss dieser Tage noch nach San Francisco geschickt werden, weil nur Dolby vor Ort dieses Problem beheben kann.

Ein befreundetes Kino hilft aus

Kurzfristige Hilfe kam allerdings aus Alpirsbach: Ein befreundetes Kino hatte das gleiche Setting. „Die haben uns ihre Platine geschickt“, so Gerstel. Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn am Dienstag sei diese angekommen, verriet er. Rechtzeitig also. Am Ende war es laut Müh ein „minimal-invasiver Eingriff“.

Doch selbst wenn das nicht geklappt hätte: Für den Fall der Fälle arbeitet das Team, das auch bei dieser Herausforderung „super funktioniert hat“ (Müh), immer mit einem Backup; notfalls wäre der Film eben über eine Blue ray abgespielt worden, versicherte Gerstel. Selbst einen zweiten, wenn auch nicht ganz so lichtstarken Beamer habe man im Notfall immer parat. Dass eine Vorstellung also mal ausfallen muss, sollte nicht passieren, versicherte Gerstel.

Autos schalten selbst das Radio aus

Mit den Fahrzeugen selbst hat es kaum Probleme gegeben. Nur die modernen Autos, die mit einem Eco-Modus ausgestattet sind, haben das Autoradio – darüber wird der Filmton transportiert – meist nach etwa 20 Minuten ausgeschaltet. „Das kriegt man aber schnell wieder in den Griff, wenn man die Zündung kurz an- und wieder ausschaltet“, empfahl Gerstel für diesen Fall.

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Liegen geblieben sind auch nur wenige Fahrzeuge. „Die haben wir mit einem Booster wieder gestartet“, so Gerstel. Technisch gesehen sei das „sehr unspektakulär“ gewesen.

Anders als das Programm in der nächsten Wochen, das mit einigen sehenswerten Filmen aufwartet: Zum Einen wird es am Freitag eine exklusive Vorab-Premiere des Tatorts geben. Am Montag wird noch einmal „Das perfekte Geheimnis“ gezeigt, das vergangene Woche mit dem Wettersturz zu kämpfen hatte. Und Kino für die ganze Familie bietet am Mittwoch „Der König der Löwen“ in der Realverfilmung.