Gasaustritt in der Gymnasiumstraße | Foto: Björn Fix

Gymnasiumstraße in Pforzheim

Drei Personen nach Gasaustritt in Lebensgefahr

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Großeinsatz in der Pforzheimer Gymnasiumstraße: Nach einem Gasaustritt in einer Wohnung schweben drei Menschen in Lebensgefahr.

Es handelt sich laut Polizei um die Bewohner, einen 39-jährigen Mann, eine 47-jährige Frau sowie eine weitere 22-jährige Frau. Um 17.50 Uhr ging ein Notruf wegen einer Kohlenmonoxidvergiftung in der Leitstelle ein. Das Kleineinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr mit zwei Beamten befand sich zufällig in der Nähe und war bereits nach zwei Minuten vor Ort. Die persönlichen Kohlenmonoxid-Warngeräte, die jede Einsatzkraft an der Schutzkleidung trägt, bestätigten die Lage. Die beiden Beamten entschlossen sich wegen der akuten Lebensgefahr zu einer Sofortrettung und nahmen dabei eine Gefahr für sich selbst in Kauf. Ohne die eigentlich vorgeschriebenen Atemschutzgeräte wurden die drei Verletzten aus der Wohnung ins Treppenhaus gebracht. Drei Minuten später trafen die restlichen Kräfte des Löschzugs ein und übernahmen die Rettung ins Freie.

„Nach jetziger Kenntnis besteht Lebensgefahr“

Ein Sprecher der Polizei sagte dem Pforzheimer Kurier und bnn.de: „Wir haben drei bewusstlose Personen aus der Wohnung geholt. Nach jetziger Kenntnis besteht Lebensgefahr.“ Die Gründe für die hohe Konzentration des gefährlichen Gases in der Wohnung sind nun Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen. Ursache könnte laut Polizei die Gastherme in der Wohnung gewesen sein, mit der es schon früher Probleme gegeben haben soll. Die Feuerwehr vermutet gemäß einer Mitteilung, dass die Ursache ein blockiertes Abgasrohr sein könnte. Der zuständige Schornsteinfeger habe dort eine tote Taube gefunden. Das Haus, in dem 23 Menschen gemeldet sind, wurde evakuiert. Umgehend wurden Lüftungsmaßnahmen und Untersuchungen begonnen. Auch ein Kriseninterventionsteam war vor Ort.

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Auf Straße reanimiert

Der BNN-Reporter vor Ort berichtete, dass die bewusstlosen Personen zunächst auf der Straße reanimiert wurden. Eine Person wurde nach Ludwigsburg in eine Spezialklinik gebracht. Dort gibt es eine Druckkammer für die Behandlung. Zwei weitere Betroffene kamen zunächst in Pforzheimer Krankenhäuser. Von da wurden sie weiter nach Straßburg beziehungsweise Murnau gebracht, wo es ebenfalls Druckkammern gibt.

Bewohner in Bus betreut

Rund 15 Hausbewohner wurden im Bus der Feuerwehr betreut und mussten warten, bis ihre Wohnungen von der Feuerwehr und den Stadtwerken gegen 19.35 Uhr „freigemessen“ waren.