Der Engelsbrander Bürgermeister Bastian Rosenau (Mitte) bewirbt sich für das Amt des Landrats. Hier 2015 bei seiner Wiederwahl als Engelsbrander Bürgermeister mit seiner Frau Nathalie und Gemeinderat Arthur Beffert. Foto: Ochs

Bastian Rosenau bewirbt sich

Engelsbrander Bürgermeister will Landrat werden

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Nun ist es amtlich: Der Engelsbrander Bürgermeister Bastian Rosenau bewirbt sich für den Landratsposten im Enzkreis. Am Montag hat der 37-Jährige seine Bewerbung für das Amt abgegeben. Der Rathauschef hat sich mit seiner Entscheidung Zeit gelassen und zunächst das Gespräch mit Kreistagsfraktionen gesucht. Aus diesen Gesprächen habe er den Eindruck gewonnen, dass er durchaus Chancen habe, erklärte Rosenau. Der Engelsbrander ist seit 2014 Mitglied im Kreistag – in der Fraktion der Freien Wähler. In den kommenden Wochen wolle er Wahlkampf machen und die Fraktionen in Gesprächen von sich überzeugen. Der Kreistag wählt den neuen Landrat am 14. Dezember. Die Amtszeit von Karl Röckinger endet wie berichtet am 31. Januar 2018.

Amt „spannend und reizvoll“

Das Amt des Landrats bezeichnet Rosenau als spannend und reizvoll, unter anderem wegen der Möglichkeit, die Gemeinden des Enzkreises zusammenzubringen. Rosenau ist seit 2007 Bürgermeister von Engelsbrand und wurde 2015 im Amt bestätigt. Die Engelsbrander Gemeinderäte hätten seine Kandidatur „mit lachenden und weinenden Augen“ aufgenommen. Sie finden es schade für Engelsbrand, drücken dem Bürgermeister dennoch die Daumen, erzählt der Rathauschef. Sollte er Landrat werden, müsste voraussichtlich im März ein neuer Bürgermeister gewählt werden.

Bürgermeisterwahl im März?

Rosenau kommt ursprünglich aus Tiefenbronn. Nach dem Abitur am Pforzheimer Hebelgymnasium und seinem Zivildienst beim Arbeiter-Samariter-Bund Pforzheim absolvierte er ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt. Ab November 2005 war Rosenau Bau- und Hauptamtsleiter in Engelsbrand, ehe er im März 2007 zum Nachfolger von Frank Kreeb gewählt wurde.
Der Verwaltungschef ist außerdem Dozent an den Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Kehl und Ludwigsburg und darüber hinaus Mitglied in Ausschüssen des Kreistags, im Rechts- und Personalausschuss des Gemeindetags, im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Pforzheim-Nagold und im Lenkungskreis Flüchtlinge der Enzkreis-Bürgermeister. Der 37-Jährige lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Salmbach. Im November erwartet seine Frau Nathalie ihr viertes Kind. Seine Familie unterstütze seine Kandidatur, so Rosenau.

Bewerbungsfrist endet am 23. Oktober

Als mögliche Kandidaten werden auch Kreiskämmerer Frank Stephan, Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad, und der Erste Landesbeamte beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, Björn-Christian Kleih, gehandelt. Die Bewerbungsfrist endet am 23. Oktober.