Steht wieder zur Wahl: Volker Winkel, Rathauschef von Ispringen, hat früh bekannt gegeben, dass er wieder antritt. Am 5. Februar findet der Urnengang in der Gemeinde statt. Foto: Ochs

2017 vier Bürgermeisterwahlen

Enzkreis-Schultes machen’s spannend

Ispringen, Kieselbronn, Mühlacker, Remchingen: Nach einem relativ ruhigen Wahljahr wird im kommenden Jahr in vier Enzkreis-Gemeinden gewählt. Den Anfang macht am 5. Februar Ispringen. Hier ist Volker Winkel seit acht Jahren im Amt. Der 59-Jährige hat bereits im vergangenen Februar angekündigt, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Noch bis 9. Januar läuft hier die Bewerbungsfrist. Außer Winkel bewirbt sich der ehemalige Ortsbaumeister Thomas Zeilmeier.

Volker Winkel entscheidet sich früh

Dass er noch einmal antritt, sei nie eine Frage gewesen, betont Winkel, der Amtsverweser der Gemeinde war, ehe er im April 2009 im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt wurde. Er habe sich früh geäußert, damit für seine Mitarbeiter im Rathaus Klarheit herrsche. Wird er wieder gewählt, beginnt Winkels zweite Amtszeit offiziell am 23. April 2017. Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses ist nicht Winkels Bürgermeister-Vize Wolfgang Ballarin, sondern dessen Stellvertreter Hans-Peter Huber, weil sich Ballarin im Wahlkampf engagieren möchte.
Viel sei investiert worden, sagt der Rathauschef im Blick zurück – unter anderem im Hallenbad, in der Otto-Riehm-Schule, für die Friedhof-Erweiterung, Spielplatz-Ausstattung und für den Rathausumbau. In den kommenden Jahren stehen ebenfalls wichtige Aufgaben an: etwa der Bau eines neuen Kindergartens in der Hauptstraße, die Kooperation zwischen Otto-Riehm-Schule und der Schule am Winterrain. Als wichtige Aufgaben sieht Winkel auch die Integration der Flüchtlinge, die zweite S-Bahnhaltestelle „West“, die Beteiligung der Jugend, die Schaffung neuer Wohngebiete entlang der Kraichgaustraße und „Am Rothenrain“ und die Weiterentwicklung des Wohngebiets Mahler.

Heiko Faber äußert sich beim Neujahrsempfang

Ob er für eine dritte Amtszeit kandidiert, will der Kieselbronner Bürgermeister Heiko Faber beim Neujahrsempfang am 6. Januar bekannt geben. Im Frühjahr will sich der Gemeinderat mit dem Termin für den Wahltag befassen – voraussichtlich findet der Urnengang im Juli statt.

 

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Heiko Faber will am 6. Januar bekannt geben, ob er in Kieselbronn wieder antritt. Foto: PK

In Zukunft stünden in Kieselbronn weniger Prestigeprojekte an, wichtig sei die finanzielle Konsolidierung in der Gemeinde, erklärt der 45-Jährige. Auf den Weg gebracht sei das geplante interkommunale Gewerbegebiet mit Neulingen und Ölbronn-Dürrn, das in Göbrichen gebaut werden soll. Auch die laufende Ortskernsanierung II werde die Gemeinde bis 2019 weiter beschäftigen. Genau wie die Betreuung der derzeit 66 Flüchtlinge. „Unsere Ehrenamtlichen leisten großartige Arbeit, wir haben das gut hinbekommen“, sagt Faber. Wichtig sei in den vergangenen Jahren die Auslagerung des Bauhofs gewesen. Auf dem frei gewordenen Areal will die Baugenossenschaft Arlinger im neuen Jahr ein Wohnhaus bauen.

Frank Schneider tritt wieder an

Die Katze hat der Oberbürgermeister von Mühlacker, Frank Schneider, schon vor Wochen aus dem Sack gelassen: Der 55-Jährige wird bei der Wahl im kommenden Jahr – voraussichtlich Ende Oktober – wieder antreten. Der Gemeinderat will sich Ende Januar oder Anfang Februar mit dem Thema befassen.

 

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Frank Schneider will OB in Mühlacker bleiben. Gewählt wird voraussichtlich Ende Oktober. Foto: PK

 

Schneiders erste Amtszeit endet offiziell am 31. Dezember 2017. Herausragend sei in den vergangenen die Gartenschau 2015 in Mühlacker gewesen. Diese hätte viel Zeit gebunden und sei für die Stadt sehr wichtig gewesen, sagt Schneider rückblickend. Außerdem sei in seiner ersten Amtszeit die Gemeinschaftsschule eingerichtet und die Feuerwehrwache in Enzberg gebaut worden.

Wie geht es mit dem Mühlehof weiter?

Um die Aufgaben rund um die Flüchtlinge in Mühlacker zu koordinieren, hat die Stadt eine Integrations- und eine Flüchtlingsbeauftragte eingestellt. Das Thema wird das Rathaus auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Genauso wie der Bau der Vier-Feld-Großsporthalle, die Mitte 2017 eingeweiht werden soll, die Sanierung der Realschule, die neue Feuerwache und die Bebauung des Ziegeleigeländes. Außerdem muss die Zukunft des Mühlehofs geklärt werden.

Luca Wilhelm Prayon hält sich noch bedeckt

Auch der Remchinger Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon hält sich noch bedeckt, was seine Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl angeht.

 

 

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Luca Wilhelm Prayon wird wohl beim Ehrungsabend Ende Januar bekannt geben, ob er bei der Bürgermeisterwahl im November in Remchingen wieder antritt. Foto: Ochs

 

„Es ist noch nicht klar“, sagt der 41-Jährige, betont aber: „Meine Arbeit macht mir Spaß, ich mache das Amt gerne.“ Über die Feiertage und die Jahreswende will sich Prayon mit dem Thema beschäftigen. Möglicherweise verkündet er seine Entscheidung beim Ehrungsabend Ende Januar.

Meine Arbeit macht mir Spaß

 

Sicher ist, dass die Wahl im kommenden November in Remchingen stattfindet und sich der Gemeinderat spätestens im Frühsommer mit der Stellenausschreibung und dem Wahltermin befassen muss. Prayons Amtszeit endet offiziell am 31. Januar 2018.

Rathausneubau prägt erste Amtszeit

Geprägt ist Prayons erste Amtszeit vom Rathaus-Neubau, der in den nächsten anderthalb Jahren auf dem Wilferdinger San-Biagio-Platani-Platz entstehen soll. Im Sommer 2018 soll der Bau bezogen werden. Gegen das 13,7 Millionen Euro teure Bauprojekt hat es wie berichtet viel Gegenwind gegeben.

Auch Projekte wie die Ortsteilverbindungsstraße um Nöttingen, das Gewerbegebiet Billäcker, betreutes Wohnen, das Altenpflegeheim, die Bahnhofsanierung und der Hochwasserdamm dominieren das Geschehen in der Gemeinde und den aktuellen Gemeindehaushalt – und dürften den Bürgermeister auch in einer zweiten Amtszeit noch gut beschäftigen.