Nach der erfolgreichen Attraktion „Rom 312“ lockt jetzt die einzigartige Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs in den Gasometer Pforzheim. Hinter der 360-Grad-Darstellung steckt erneut der Künstler Yadegar Asisi. 
Nach der erfolgreichen Attraktion „Rom 312“ lockt jetzt die einzigartige Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs in den Gasometer Pforzheim. Hinter der 360-Grad-Darstellung steckt erneut der Künstler Yadegar Asisi.  | Foto: Asisi

Korallenpracht in der Goldstadt

Erfolgsgeschichte Gasometer: Auf Rom-Panorama folgt „Great Barrier Reef“

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Sogar die Macher waren vom Erfolg überrascht: Das Panoramakunstwerk „Rom 312“ war bei den Besuchern so beliebt, dass die Schau im Pforzheimer Gasometer, die ursprünglich nur neun Monate dauern sollte, mehrmals verlängert wurde. Bis zum Ende kamen mehr als 600 000 Menschen in knapp vier Jahren, um das spektakuläre Rundumbild des Künstlers Yadegar Asisi zu sehen.

Vor wenigen Tagen war Schluss. Nicht, weil das Interesse nachgelassen hätte. Sondern um Platz für ein neues Panorama zu machen.

„Great Barrier Reef“ von Yadegar Asisi

Auf Rom folgt ab Samstag das 35 Meter hohe und 110 Meter umfassende „Great Barrier Reef“. Erneut ist es der gebürtige Wiener Yadegar Asisi, der für das Kunstwerk sorgt. Er ist bekannt dafür, die größten 360-Grad-Panoramen der Welt zu schaffen. Damit erneuert er eine monumentale Tradition des 19. Jahrhunderts. Den Anfang machte Asisi 2003 mit einem Everest-Bild in Leipzig. Zu sehen sind seine Werke auch in Berlin, Hannover, Dresden, Wittenberg und Rouen. In Konstanz soll es ab 2020 ein Panorama-Gebäude geben. Bis dahin verfügt Pforzheim über das einzige derartige Angebot in Süddeutschland.

Blick ins Korallenriff

Möglich, dass das erfolgreiche Rom-Panorama dann in Konstanz zu sehen sein wird. Pforzheim übernimmt zunächst das Great Barrier Reef aus Leipzig. Allerdings nicht eins zu eins. Asisi überarbeitete jedes Bild, damit zeigt Pforzheim wieder ein Unikat. Die Betrachter stehen auf einem Turm in der Mitte des Gebäudes und lassen von dort den Blick ins Korallenriff schweifen.

Reisebusse voller Touristen

Eng mit der Erfolgsgeschichte des Gasometers verknüpft ist der Name Wolfgang Scheidtweiler. Der Pforzheimer Unternehmer (Brauhaus, Parkhotel) soll Asisi bei einem Abendessen in Berlin von den Vorzügen Pforzheims überzeugt haben. Mit großer Beharrlichkeit brachte er Rom an die Enz. Und die Reisebusse voller Touristen folgten. Außerdem dient der Gasometer als Eventlocation für bis zu 500 Gäste.

2014 ertüchtigt

Dabei drohte wenige Jahre vorher noch der Abriss des einstigen Glockengasbehälters. Inzwischen ist der Rundbau aus dem Jahr 1912 runderneuert und denkmalgeschützt, er gehört zu den letzten Exemplaren in Baden-Württemberg. Um den Gasometer zu ertüchtigen, wurden 2014 nicht weniger als 6 000 Tonnen Beton, 1 000 Tonnen Stahl und 5 000 Quadratmeter Edelstahlfassade verbaut. Der neue Edelstahlzylinder ist 42 Meter hoch und 40 Meter breit.

Service
Die neue Schau „Great Barrier Reef“ im Gasometer Pforzheim ist ab Samstag täglich (auch sonn- und feiertags) von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Die Besucherplattform des Aussichtsturms erreicht man per Fahrstuhl. Der reguläre Eintrittspreis beträgt elf Euro. Weitere Infos gibt es im Internet: www.gasometer-pforzheim.de