Pilotprojekt gestartet: Bürgermeisterin Monika Müller (von rechts), BNN-Verleger Klaus Michael Baur, Peter Benkner (Vorstand Familienzentrum Au), Nicole Weeber (KuKi), Stadträtin Anneliese Graf und Kurier-Geschäftsstellenleiter Frank Reuß. | Foto: Ehmann

„Soziale Teilhabe ermöglichen“

Eröffnungsfeier der Kurzzeit-Kinderbetreuung Pforzheim

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Zeitungen haben so häufig über soziale Missstände zu berichten, da sei es doch naheliegend, sich als Zeitungshaus aktiv an Gegenmaßnahmen zu beteiligen. So erklärte Klaus Michael Baur, Verleger der Badischen Neuesten Nachrichten, seine Motivation für die Unterstützung der neuen Kurzzeit-Kinderbetreuung KuKi in Pforzheim. Wie berichtet sieht Baur das Engagement auch als Weiterführung des sozialen Engagements der BNN, das man mit der Wilhelm-Baur-Stiftung und dem Brunhilde-Baur-Haus begonnen habe.

Gute Aussichten: Die Pforzheimer Kurzzeit-Kinderbetreuung ist die erste Einrichtung ihrer Art in Baden-Württemberg. | Foto: eh

Moderne und helle Räumlichkeiten

Das landesweite Pilotprojekt wurde am Freitag mit einer Feierstunde offiziell eröffnet. Neben dem BNN-Verleger und Bürgermeisterin Monika Müller waren Projektbeteiligte, Gemeinderatsmitglieder und Medienvertreter in die KuKi-Räume in der Zerrennerstraße 3 gekommen. Dort, wo nun Kinder herumtollen, war noch bis vor rund einem Jahr der Pforzheimer Kurier beheimatet. Nach dem Umzug der Geschäftsstelle in die Fußgängerzone ergab sich die Chance für die jetzige Nutzung. Architekt Volker Bergmaier gestaltete moderne und helle Räumlichkeiten. „Es war uns ein besonderes Anliegen, Kinderbetreuung in hellen, freundlichen und kindgerechten Räumlichkeiten möglich zu machen“, so Verleger Baur.

Den Teufelskreis unterbrechen

Auch Sozialbürgermeisterin Müller zeigte sich sehr zufrieden. Mit dem Angebot könne der Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit und Betreuungsproblemen unterbrochen werden. „Soziale Teilhabe durch Erwerbstätigkeit sollte gerade auch Eltern möglich sein, um ihre Familie möglichst selbstständig versorgen zu können und ihren Kindern Vorbild zu sein“. Müller lobte zudem die zentrale Lage, die Einrichtung sei fußläufig zum Familienzentrum Au. Letzteres ist Träger der KuKi und bietet ein umfassendes Angebot: Betreuung in der Übergangszeit bis zu regulären Angeboten, Randzeitenbetreuung sowie in den Ferien auch für Geschwisterkinder.
„Wir freuen uns nicht nur auf die Kinder, sondern unterstützen gerne auch die Eltern bei der Suche nach einem regulären Platz in Kindergarten oder Hort, Hausaufgabenbetreuung oder bei der Organisation der Ferienbetreuung“, erklärte Doris Winter, die Geschäftsführerin des Familienzentrums.