Neue Erkenntnisse über die Täter erhoffte sich die Polizei am Donnerstag bei der Suche nach Hinweisen am Fundort des Leichnams im Hagenschießwald. 25 Beamte durchkämmten das Waldstück.
Weiterer Ermittlungserfolg im Fall des getöteten Simon Paulus: Am Dienstagvormittag wurde in Pforzheim ein 42-jähriger Mann festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, gemeinsam mit dem bereits inhaftierten 29 Jahre alten Tatverdächtigen an dem Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein. | Foto: Gress (Archiv)

Pforzheim

Fall Simon Paulus: weitere Festnahme eines dringend Tatverdäch­tigen

Anzeige

Weiterer Ermittlungserfolg im Fall des getöteten Simon Paulus: Wie Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe am Mittwoch mitteilten, wurde am Dienstagvormittag in Pforzheim ein 42-jähriger Mann festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, gemeinsam mit einem bereits inhaftierten 29 Jahre alten Tatverdächtigen an der Tat beteiligt gewesen zu sein.

Der 42-Jährige war laut einem Polizeisprecher in der Tatnacht am 29. August mit dem 29-jährigen Italiener vor Ort in Birkenfeld und aktiv an dem Tötungsdelikt beteiligt. Das genaue Ausmaß sei aber noch unklar. Der Mann sei während der Ermittlungen in den Fokus der Soko Wagner geraten. Wie die Ermittler auf den 42 Jahre alten Deutschen aufmerksam wurden, wollte der Polizeisprecher auf Nachfrage von bnn.de nicht sagen.

Der Mann sei am Dienstag um 10.15 Uhr auf Grundlage eines von der Pforzheimer Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehls festgenommen worden. Die Beamten hätten dafür eine „günstige Gelegenheit“ abgewartet, wie der Polizeisprecher weiter erklärte. Konkretisieren wollte er diese Aussage nicht. Der 42-Jährige sei am Dienstagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt worden, der den Haftbefehl in Vollzug gesetzt habe. Der Mann schweigt laut Mitteilung zu den Vorwürfen.

Damit sitzen mittlerweile vier Männer in Zusammenhang mit dem Fall Simon Paulus in Haft: die dringend tatverdächtigen 29 und 42 Jahre alten Männer sowie ein 26-jähriger Grieche und ein 26 Jahre alter Deutscher, die mit den Haupttatverdächtigen ein weiteres Verbrechen geplant haben sollen. Die beiden 26-jährigen Männer waren am vergangenen Donnerstag erneut festgenommen worden.

Suche in der Enz fördert keine weiteren Beweismittel zu Tage

Suchmaßnahmen durch Polizeitaucher nach weiteren Beweismitteln in der Enz förderten nach offiziellen Angaben mehrere Gegenstände wie drei Mobiltelefone, eine Festplatte und einen Revolver zu Tage. Diese hätten allerdings nichts mit dem Fall Paulus zu tun.

Nach Zeugenangaben war Paulus in der Tatnacht mit zwei Personen an seinem Birkenfelder Wohnanwesen in Streit geraten. Die rund zwei Dutzend Waffen, die laut Mitteilung legal im Besitz des Büchsenmachers waren, wurden entwendet.

Seine Leiche wurde knapp fünf Wochen später in der Nähe des Pforzheimer Wildparks im Waldboden vergraben aufgefunden. Über den Verbleib der verschwundenen Waffen können laut Polizei noch keine Aussagen getroffen werden. Die Ermittlungen der Soko Wagner gehen nach offiziellen Angaben weiter.