Colin Bitzer vom FC Nöttingen (links) kämpft gegen den hereingeeilten Heddesheimer Simon Tüting um den Ball. Am Ende setzte sich der Oberligist gegen den klassentieferen Gegner durch.
Colin Bitzer vom FC Nöttingen (links) kämpft gegen den hereingeeilten Heddesheimer Simon Tüting um den Ball. Am Ende setzte sich der Oberligist gegen den klassentieferen Gegner durch. | Foto: Rubner

Kein Klassenunterschied

FC Nöttingen mit Mühe ins Halbfinale

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Fußball-Oberligist FC Nöttingen ist mit viel Mühe ins Halbfinale des BFV-Pokals eingezogen. „Es war ein mehr als ausgeglichenes Spiel. Nichtsdestotrotz zählt letztlich das Weiterkommen“, sagte FCN-Trainer Michael Wittwer nach dem 1:0(0:0)-Erfolg gegen den Verbandsligisten FV Fortuna Heddesheim.

Den besseren Start in die Partie erwischten zunächst die Gäste: Bereits in der siebten Minute hätten diese in Führung gehen können, als Christian Mühlbauer nach einem Freistoß von Yannick Tewelde das Gehäuse per Kopf nur knapp verfehlte. Die Platzherren kamen nach rund einer Viertelstunde zur ersten Chance – diese war jedoch gleich hochkarätig: Marco Manduzio setzte sich auf der linken Angriffsseite gut durch und flankte auf Ernesto De Santis, dessen Schuss jedoch zu ungenau war. Wenig später bekam Niklas Kolbe den Ball zentral vor dem gegnerischen Tor nicht unter Kontrolle (17.).

Mario Bilger mit guter Möglichkeit

Die Fortuna agierte bei eigenem Ballbesitz unterdessen sehr konzentriert. Dies nahm den Offensivbemühungen in der ersten Halbzeit zwar etwas das Tempo, sorgte beim Verbandsligisten aber für viel Stabilität in der Defensive. Dennoch hätte Tewelde sein Team Mitte des ersten Durchgangs in Führung bringen können, scheiterte mit einem Freistoß jedoch knapp (21). Auf der Gegenseite war es Mario Bilger, der einen Kopfball Zentimeter neben das Tor setzte (41.).

Nach dem Seitenwechsel sahen die 251 Zuschauer in der Kleiner-Arena weiter eine Partie auf Augenhöhe, in welcher der FC Nöttingen nach 54 Minuten das 1:0 erzielte: Nach einer hohen Hereingabe von De Santis köpfte der zuvor eingewechselte Francisco Rodriguez Carmona den Ball ins Netz. Dass dabei Fortuna-Akteur Mühlbauer verletzt im Strafraum lag, sorgte für Unmut bei den Gästen. „Ich habe gar nicht gesehen, dass jemand verletzt ist und habe einfach eingeköpft“, sagte der Torschütze. De Santis hätte eine Minute später gar für die Vorentscheidung sorgen können, traf jedoch nur das Aluminium (55.).

Gäste vergeben Großchance in der Nachspielzeit

Die Heddesheimer waren davon jedoch nicht geschockt und agierten weiter mutig. Dennis Lodato scheiterte mit seinem Schuss aus halblinker Position (70.), Simon Tüting an FCN-Keeper Robin Kraski (77.) und Enis Baltaci vergab in der Nachspielzeit freistehend (90.+4). „Normalerweise fällt in dieser Szene das 1:1 und es geht in die Verlängerung. Heute sind wir aber nochmal durchgeschlupft“, gab Wittwer zu, dessen Elf ihrerseits durch Jimmy Marton (89.) kurz vor Spielende erneut hätten treffen können. Der Weitschuss ging jedoch über das Gehäuse.

Es war ein mehr als ausgeglichenes Spiel.

„Wir haben über neunzig Minuten das Spiel offengehalten“, lobte Heddesheims Coach René Götz seine Schützlinge. „In der zweiten Halbzeit waren wir etwas mutiger. Am Ende hat uns aber auch das Glück gefehlt.“ Und sein Gegenüber Wittwer betonte: „Man hat heute gesehen, dass im Fußball vieles im Kopf entschieden wird. Wenn eine Mannschaft nicht ganz so konzentriert ist, wird es gefährlich.“

FC Nöttingen trifft im Halbfinale auf Waldhof Mannheim

Im Pokal-Halbfinale treffen die Nöttinger Ende Februar nun Zuhause auf den Regionalligisten und CfR-Bezwinger SV Waldhof Mannheim. Dies ergab die Auslosung am Mittwochabend.

FC Nöttingen: Kraski, Fratea, Ulusoy (89. Schneider), Bilger, Brenner, Di Piazza (46. Carmona), De Santis Manduzio (66. Marten), Kolbe, Schürg, Bitzer (81. Marton).