Nicht zufrieden mit der Leistung seines FCN war Coach Michael Wittwer. | Foto: Harry Rubner

Fußball-Oberliga

FC Nöttingen unterliegt bei Aufsteiger Ilshofen

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Die ersten Hiobsbotschaften erreichten Michael Wittwer, Trainer von Fußball-Oberligist FC Nöttingen, schon vor der Auswärtsniederlage beim TSV Ilshofen (0:1) am Samstag. Erst verletzte sich Stürmer Ernesto De Santis im Abschlusstraining an der Leiste, dann meldete sich auch noch Linksaußen Mario Bilger wegen eines Magen-Darm-Infekts ab. Und diese Unglücksserie sollte sich im Spiel fortsetzen.

FC Nöttingen zu ungenau in der Offensive

Wittwer reagierte auf die Ausfälle und spielte im 3-4-2-1 mit Colin Bitzer und Jonas Marten auf den Außenpositionen. Zwar ließ der FCN in der Defensive zunächst nichts anbrennen gegen leidenschaftliche Gastgeber bei deren erstem Oberligaheimspiel überhaupt. Doch die zusammengewürfelte Offensivabteilung fand nicht ins Spiel. „Da waren zu viele Ungenauigkeiten, zu viele schnelle Ballverluste“, bemängelte Wittwer nach dem Spiel. Ilshofen spielte das vom Nöttingen-Coach im Vorfeld erwartete 5-4-1 und rührte Beton an. „Es gab nur wenig Torchancen. Sie haben ihre Stärken ausgespielt, sind viel gelaufen, haben die Räume eng gemacht.“ Und dem FC Nöttingen fiel gegen dieses Mittel zunächst nicht viel ein. „Da habe nicht nur ich mich geärgert, sondern die Spieler auch.“

Joker Varallo bringt Ilshofen gegen FCN in Führung

Etwas ansehnlicher wurde die Partie nach der Pause – allerdings dank der Ilshofener. Erst hatte der FCN noch Glück bei einem Lattentreffer (55.), in der 60. Minute war dann Nöttingens Ersatzkeeper Patrick Aust geschlagen. Michele Varallo hatte einen Pass in die Tiefe erlaufen. „Timo Brenner versucht noch, den zu verteidigen. Aber er hat sofort abgezogen“, berichtet Wittwer. Der Schuss aus zwölf Metern schlug unhaltbar im Nöttinger Tor ein. Das pikante: Varallo war in der 18. Minute nach einer Platzwunde von Lukas Lindner eingewechselt worden.

Nöttingen erst in Unterzahl stärker

Es kam noch schlimmer für den FCN: In der 75. Minute flog Niklas Kolbe wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Genau das schien aber die Remchinger noch einmal zu motivieren. Plötzlich kam der FCN zu seinen Chancen, doch Jonas Weiszt im Tor der Ilshofener ließ sich weder von den eingewechselten Michael Schürg noch von Sascha Walter überwinden. Und war er doch einmal geschlagen wie bei Brenners Doppelchance in den Schlussminuten, verteidigten die Ilshofener aufopferungsvoll auf der Linie. „Da waren drei oder vier Hundertprozentige nach Standards“, sagt Wittwer. „Wir waren bisher souverän. Jetzt haben wir mal eine schlechte Leistung gebracht.“