Foto: Rubner

FC Nöttingen 1:1 in Bissingen

Freistoßpfiff mit Folgen

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Der FC Nöttingen bleibt in der Fußball-Oberliga das Schreckgespenst der Tabellenführer. Gelang es der Mannschaft von Trainer Michael Witwer am vergangenen Spieltag, den damaligen Spitzenreiter SSV Reutlingen vom Thron zu stoßen, reichte nun ein 1:1(0:1)-Unentschieden beim FSV Bissingen, um diesen wiederum vom ersten Platz zu vertreiben.

Dabei wäre für die Nöttinger sogar ein Sieg möglich gewesen, so Wittwer: „Wir haben uns taktisch und kämpferisch richtig gut präsentiert“, lautete sein Fazit nach der Partie gegen „eine der spielstärksten Mannschaften der Liga.“

Frühe Nöttinger Führung

Dass es dennoch am Ende nur zu einem Punkt reichte, erklärt sich der FCN-Coach vor allem mit den Vorkommnissen in der zweiten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel habe es aus seiner Sicht einige „ominöse Schiedsrichterentscheidungen“ gegeben, die zu Ungunsten seines Teams ausgefallen seien. So haderte Wittwer auch mit einem Freistoßpfiff des Unparteiischen Marc List, der den Gastgebern in der 67. Minute so aus rund zwanzig Metern Torentfernung die Möglichkeit zum Ausgleich gab.

Marius Kunde traf zum 1:1-Endstand. „Niklas Kolbe hat in dieser Szene klar den Ball gespielt“, ärgerte sich Wittwer, der sich im ersten Durchgang noch über ein frühes Führungstor seiner Elf durch den aufgerückten Verteidiger Sascha Walter – im Anschluss an einen Eckball – freuen durfte (7.).

Ich denke, aus dem Spiel heraus hätte Bissingen gegen uns kein Tor geschossen.

Zwar gab der Nöttinger Coach zu, dass das Unentschieden aufgrund des Spielverlaufs grundsätzlich verdient gewesen sei, er betonte jedoch: „Ich denke, aus dem Spiel heraus hätte Bissingen gegen uns kein Tor geschossen.“

FVN in der Defensive sehr konzentriert

Gerade in der Defensive agierten die Gäste nämlich konzentriert und mit großer Einsatzbereitschaft. Bis auf den Freistoß, der zum 1:1 führte, hat sich der Tabellenführer kaum zwingende Torchancen herausgearbeitet. Auf der Gegenseite waren die Gäste immer wieder am und im Bissinger Strafraum aktiv, verpassten es jedoch, einen zweiten Treffer nachzulegen.

Gelb-Rote Karte in der Schlussphase

Als in der Schlussphase auch noch Torschütze Walter nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah, musste der FCN zwar etwas defensiver agieren, hielt den TSV aber weiter gut vom eigenen Tor fern. „Es ist schade, dass sich meine Mannschaft für ihre gute Leistung heute nicht selbst belohnen konnte“, betonte Wittwer, dessen Elf bereits am kommenden Freitag den abstiegsbedrohten FC Germania Friedrichstal empfängt.

„Wir haben nun zwei Heimspiele in Folge. Wenn wir diese beide gewinnen, ist der eine Punkt gegen Bissingen viel wert.“ Nach Friedrichstal gastiert der SV Oberachern in der Kleiner-Arena.

FC Nöttingen: Kraski, Walter, Ulusoy, Brenner, Neziraj (79. Schürg), De Santis (73. Bitzer), Manduzio (69. Fratea), Carmona, Schönthaler, Marten (90. Marton), Kolbe.