Auf 40 Metern Höhe befindet sich die Plattform, die den Besuchern einen schönen Ausblick und beeindruckende Fotomotive ermöglicht.
Auf 40 Metern Höhe befindet sich die Plattform, die den Besuchern einen schönen Ausblick und beeindruckende Fotomotive ermöglicht. | Foto: Wacker

Aussichtsturm in Hohenwart

Frischer Anstrich für hölzernen Riesen

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Hoch hinaus wollen in Pforzheim viele. Die Politiker schicken sich an, im kommenden Herbst in den Bundestag nach Berlin zu wechseln oder dort zu bleiben und die Fußballer des 1. CfR Pforzheim wollen den Fußballgipfel erstürmen.

Aussichtsturm „Hohe Warte“ bleibt bist Oktober gesperrt

Im Pforzheimer Stadtteil Hohenwart gibt es für Jedermann die Möglichkeit, hoch hinaus zu kommen. Der Aussichtsturm „Hohe Warte“ ist längst zu einer Attraktion für Einheimische und Touristen geworden. Ab Montag, 21. August, müssen sie auf das Erklimmen des Turms jedoch verzichten. Er ist dann wegen seiner Renovierung bis Mitte Oktober gesperrt. Die in rund 40 Metern Höhe gelegene Aussichtsfläche ist dadurch ebenfalls nicht zu erreichen.

„Der Holzturm ist von der Witterung in Mitleidenschaft gezogen worden. Das bleibt schlichtweg nicht aus“, sagt Karl Schröck, Ortsvorsteher von Hohenwart. Das Holz soll nun neu gestrichen werden. Zuletzt war dies kurz nach der Errichtung auf Kosten des Erbauers geschehen. Seit dem Jahr 2002 können Besucher auf der Hohenwart den Ausblick genießen. 537 Meter über dem Meeresspiegel ist man bereits am Fuße des großen Bauwerks.

Der Holzturm ist von der Witterung in Mitleidenschaft gezogen worden.

„Ich bin sehr dankbar, dass am Turm jetzt Hand angelegt wird, damit dieser auch in Zukunft weiter so schön erhalten bleibt“, freut sich Schröck darüber, dass ab kommenden Montag gewerkelt wird. „Ich habe zwei Jahre dafür gekämpft, dass es eine Renovierung gibt“, sonst sei der Turm irgendwann kaputt und das Holz morsch. „So weit wollte ich es nicht kommen lassen, ansonsten wird alles noch teurer“, sagt Schröck. Am Ende würden etwa 50 000 bis 60 000 Euro auf der Gesamtrechnung stehen.

Aufstellen des Gerüsts dauert zwei Wochen

Die größte Herausforderung haben die Arbeiter direkt am ersten Tag vor der Brust, denn alleine der Aufbau des Gerüsts dauert laut Susanne Morlock von der Ortsverwaltung Hohenwart zwei Wochen. Erst anschließend können die Maler den Pinsel schwingen. „Natürlich ist es etwas ungünstig, dass die Arbeiten und die Sperrung mitten in die Ferien fallen“, weiß Morlock. Nach den Sommerferien Mitte September sei das Wetter aber zu unberechenbar. Damit die Farbe gut trocken könne, dürfe es beispielsweise nicht langanhaltend regnen. Auch die Sicherheit der Arbeiter müsse gewährleistet sein, was bei einem kräftigen Herbststurm in dieser Höhe schnell zu einem Problem werden könne.

Turm wird auch auf Schäden untersucht

Neben den Malerarbeiten wird die dann zur Verfügung stehende Einrüstung auch dazu genutzt, den kompletten Turm auf Schäden zu prüfen. Für die Arbeiten ist das Gebäudemanagement der Stadt Pforzheim zuständig. Das Amt hatte in einer Begutachtung auch festgestellt, dass der Turm einer Renovierung bedarf.

Wegen Renovierungsarbeiten bleibt der Aussichtsturm "Hohe Warte" bis Mitte Oktober gesperrt.
Wegen Renovierungsarbeiten bleibt der Aussichtsturm „Hohe Warte“ bis Mitte Oktober gesperrt. | Foto: Wacker

Ab Oktober können Touristen ohne Höhenangst wieder den Turm ansteuern. Genaue Besucherzahlen gibt es jedoch nicht. „Es wäre mal interessant, ein automatisches Zählwerk am Turm anzubringen“, sagt der Ortsvorsteher mit einem Augenzwinkern. Auch vom nahe gelegenen Forum Hohenwart seien schon Besuchergruppen zum Turm gekommen, berichtet Karl Schröck.

192 Stufen führen auf die Aussichtsplattform in 40 Metern Höhe

Das Hinaufsteigen der 192 Stufen lohnt sich indes zweifelsohne. Die Anstrengung wird mit einem kilometerweiten Ausblick belohnt. Am Horizont ist bei gutem Wetter gar der Stuttgarter Fernsehturm oder das Kernkraftwerk Philippsburg zu sehen. Auch die Höhenzüge des Odenwalds und des Pfälzerwalds können bestaunt werden. Zunächst bleibt die Erstürmung von hohen Zielen nun jedoch Politikern und Sportlern in Pforzheim vorbehalten.