Weil ein Gasmelder am Mittwochnachmittag Alarm geschlagen hatte, wurde das Pforzheimer Wartbergbad vorübergehend geräumt. | Symbolbild: Pixabay

Offenbar Fehlalarm

Gasmelder schlägt Alarm: Pforzheimer Wartbergbad am Mittwochnachmittag geräumt

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Das Pforzheimer Wartbergbad ist am Mittwochnachmittag geräumt worden. Grund war der Alarm eines Gasmelders gegen 14.35 Uhr. Die gute Nachricht: An Donnerstag hatte das Bad wieder regulär geöffnet, denn es hatte sich herausgestellt: Die Chloralarm war offenbar versehentlich losgegangen.

Pforzheim hat derzeit Pech mit den städtischen Bädern. Nach der Evakuierung des Emma-Jaeger-Bades in den Pfingstferien jetzt das Wartberg-Freibad.  Die Badegäste wurden am Mittwochnachmittag kalt erwischt. Die Alarmanlage hatte kurz nach 14.30 Uhr einen Gasaustritt in dem entsprechenden Betriebsraum für die Wasserdesinfizierung gemeldet. Per Lautsprecheranlage wurden die rund 350 anwesenden Badegäste gebeten, das Bad zu verlassen. Die Evakuierung ging Augenzeugenberichten zufolge ruhig und ohne Zwischenfälle vonstatten. Verletzte gab es weder durch den Gasaustritt, noch bei der Räumung der Anlage.

Feuerwehr musst nicht einschreiten

Die alarmierte Feuerwehr war wenige Minuten nach der Alarmierung mit 15 Kräften und spezieller Gefahrgutausrüstung vor Ort, hatte aber eigentlich nicht mehr viel zutun, wie Einsatzleiterin Sonja Störzbach dem Kurier sagte. „Es gab wohl einen Gasaustritt, selbst messen konnten wir diesen aber nicht mehr.“ Der Kommandantin zufolge war ein weiteres Einschreiten der Feuerwehr nicht mehr notwendig, weil die Sicherheitstechnik des Betriebsraums ordnungsgemäß funktioniert hatte. Diese verteilt im Fall eines Chloraustritts im Betriebsraum feinen Sprühnebel und bindet das Gas somit.

Ein Sprecher der Pforzheimer Stadtverwaltung bestätigte zunächst: „Es gab einen geringfügigen Austritt von Chlorgas. Betroffen war lediglich der abgeschlossene Raum, in dem das Badewasser mit Chlor versetzt wird. Über die Messanlage wurde ein leicht erhöhter Wert festgestellt, woraufhin in dem Raum die automatische Sprinkleranlage einsetzte, um austretendes Gas mit Wasser zu binden.“

Ursache zunächst unklar

Die genaue Ursache für den Austritt war am Nachmittag noch unklar. Zunächst war von einer nicht korrekt verschlossenen Gasflasche die Rede, dann von einer „vorübergehende Undichtigkeit“. Laut Bäderverwaltung sollte die mit der Wartung beauftragte Fachfirma die undichte Stelle lokalisieren und beheben. „Selbstverständlich streben wir an und rechnen auch damit, das Wartbergbad so schnell wie möglich wieder zu öffnen“, betonte Pforzheims Erster Bürgermeister Dirk Büscher am Nachmittag, der gemeinsam mit der EPVB-Leiter Bernd Mellenthin und Bäderbetriebsleiter Georg Busch vor Ort war. Dies sei jedoch erst dann möglich, wenn die schadhafte Stelle in der Anlage behoben sei. Die Stadt werde keine Risiken eingehen, hebt Büscher hervor.

Offenbar Fehlalarm

Am frühen Mittwochabend erhielten die Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe schließlich die Freigabe durch die Fachfirma. Bei den Untersuchungen hatte sich herausgestellt, dass die Gas-Alarmierung versehentlich ausgelöst worden war, so hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.