Journalist Gernot Otto mit seinem neuen Buch "Starparade in der Goldstadt". | Foto: Hora

Große Namen in Pforzheim

Gernot Otto erinnert an Treffen mit Sportstars

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Was verbindet die Namen Beckenbauer, Klinsmann, Matthäus, Seeler und Walter? Richtig, alle sind vom Deutschen Fußball-Bund zu Ehrenspielführern der Nationalmannschaft gekürt worden. Eine weitere Gemeinsamkeit dieses Quintetts ist weniger naheliegend, denn alle hinterließen während ihres sportlichen Wirkens auch Spuren in Pforzheim.

An solche Momente aus mehreren Jahrzehnten erinnert Sportjournalist Gernot Otto in seinem jetzt erschienenen Buch „Starparade in der Goldstadt“ – passend zum 250-jährigen Bestehen der Schmuck- und Uhrenindustrie an der Enz.

Gernot-Otto im BNN-Interview

Er ernte häufig ungläubiges Staunen, wenn er von seinen Begegnungen mit Weltstars des Sports erzählt, berichtet der 71-Jährige, der über 30 Jahre lang als Sportchef des Pforzheimer Kurier tätig war und den renommierten Sportteil der BNN-Ausgabe für Pforzheim und den Enzkreis auch im „Ruhestand“ mit seinem immensen Erfahrungsschatz bereichert. Sein aktuelles Werk sieht er auch als eine Bilanz seines umfangreichen Wirkens im und für den Sport, den er stets auch mit kritischem Auge betrachtet.

In den insgesamt 36 Geschichten spiegeln sich die Präferenzen der hiesigen Sportinteressierten wider, fast zwei Drittel davon handeln von „König Fußball“. Neben den eingangs erwähnten Idolen geht es auch um verschiedene Größen aus dem Ausland, beispielsweise den Portugiesen Eusebio oder Ungarns früheren Torwart Gyula Grosics, der im Finale der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz den entscheidenden Linksschuss des ebenfalls in Ottos Werk auftauchenden Helmut Rahn nicht abzuwehren vermochte.

Mit dem „Wunder von Bern“ in Verbindung steht auch Ottos Lieblings-Anekdote: Der damals fast 70-jährige Horst Eckel aus der deutschen Weltmeister-Elf des Jahres 1954 bezwang den im Kasten einer Presse-Auswahl stehenden Autoren, der nach diesem Einlagespiel bei einem Turnier in Pforzheim im Jahr 2001 seine aktive Laufbahn beendete. „Wenn ich schon aufhöre, dann soll ein Weltmeister des letzte Tor gegen mich schießen“, erinnert sich Otto an seine Gedanken.

Eine Anleitung für die Jugend, damit diese sich intensiv dem Sport widmet, erscheint heutzutage mehr denn je ein dringliches Gebot. Vielleicht erfüllen einige in diesem Buch beschriebene Athleten dabei ebenso eine beispielhafte Funktion.

Vorwort von Gudrun Augenstein, Vorsitzende des Sportkreises Pforzheim Enzkreis

Doch auch abseits des Fußballs kam es zu einigen denkwürdigen Erlebnissen. In seiner Glanzzeit gastierte der später wegen Dopings gefallene Radstar Jan Ullrich mit der Tour de France und der Deutschland-Tour in Pforzheim. Weitere Protagonisten in Ottos Werk sind etwa Handballheld Bernhard Kempa, Reitlegende Hans Günter Winkler, die Ski-Asse Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, US-Schwimmer Mark Spitz und „Mister Eishockei“ Xaver Unsinn.

Umrahmt wird die „Starparade“ von einem Streifzug durch die Pforzheimer Sporthistorie, die ihrerseits gespickt ist mit herausragenden Athleten wie Boxer René Weller, Schwimmerin Silke Lippok oder Snowboard-Olympiasiegerin Nicola Thost.

Service
„Starparade in der Goldstadt. Pforzheim – Station für Weltklassesportler“ von Gernot Otto, erschienen im Verlag Regionalkultur Ubstadt-Weiher, ist ab sofort zum Preis von 16,90 Euro in den Geschäftsstellen der Badischen Neuesten Nachrichten sowie im Buchhandel erhältlich. Offiziell präsentiert wird das Werk am Samstag, 11. März, zwischen 11 und 13 Uhr an der Geschäftsstelle des Pforzheimer Kurier in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 24.