Eine Amme für drei Eichhörnchen-Babys in Göbrichen ist Jasmin Klement. Die Fütterung mit Katzenaufzuchtmilch mit der Tier-Schoppenflasche erfolgt alle drei Stunden, auch in der Nacht. Sehr aufmerksam ist ihre 16 Monate alte Tochter Melina. Foto: Dietrich

Nest im Wohnzimmer aufgebaut

Göbricherin päppelt Eichhörnchen-Babys auf

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Von Peter Dietrich

Drei Wochen alte Eichhörnchen werden in Göbrichen derzeit von Jasmin Klement hochgepäppelt. Ihr Mann Gerd, Göbricher Abteilungskommandant und Vollzugsbediensteter beim Gemeindeverwaltungsverband Neulingen, hatte im Göbricher Wald einen Baum zersägt, der bei dem Gewitter am 9. August umgeknickt war.

Eichhörnchen hatten Bau in umgeknicktem Baum

Als er die dicken Meterrollen zu Hause von seinem Hänger ablud, waren plötzlich aus einem tiefen Loch drei winzige graue Eichhörnchen herausgesprungen, die er zuvor nicht gesehen hatte. Für seine tierliebende Frau war es selbstverständlich, die Schützlinge, die sie für drei Wochen alt hält, zu ernähren und großzuziehen. Für sie war klar, dass es für die niedlichen Waldtiere in diesem Zustand keinen Weg mehr zurück in den Wald gibt, da sie ohne den schützenden Bau im Baum und ohne Mutter Wildtieren hoffnungslos ausgeliefert wären.

In ihrem Nest im Wohnzimmer aus Sägespänen, Heu und Stroh bewegen sich die drei Eichhörnchen in Göbrichen schon recht lebhaft. Foto: Dietrich

Fütterung mit Schoppenflaschen

Die Fütterung der Eichhörnchen-Babys mit Katzenaufzuchtmilch mit einer Tier-Schoppenflasche erfolgt alle drei Stunden, auch in der Nacht. Da Jasmin Klement 40 Hasen hatte, hat sie damit Erfahrung. Es kam vor, dass eine Häsin bei der Geburt starb oder ihre Kaninchen nicht annehmen wollte.
Sehr aufmerksame Beobachterin bei der Nahrungsgabe der kleinen Nager ist ihre 16 Monate alte Tochter Melina, die genau aufpasst, dass ihre Mutter alles richtig macht.

Tierchen sollen künftig in der Natur leben

In ihrem warmen Nest im Wohnzimmer aus Sägespänen, Heu und Stroh sowie einem Tuch bewegen sie sich schon recht lebhaft. Damit die erforderliche Körpertemperatur von 37 Grad Celsius stets gewährleistet ist, wird das Nest von Klement mit einer Wärmflasche warm gehalten. Die Fleischereifachverkäuferin und Hauswirtschafterin geht davon aus, dass sie den kleinen Nagern in etwa sieben Wochen feste Nahrung geben kann. Wenn sie groß genug sind, um sich selbst versorgen zu können, sollen sie ausgewildert werden, um in der freien Wildbahn leben zu können.