Ein Bein stellten die Spielberger um Dominik Fetzner (rechts) dem 1. CfR Pforzheim und Johnathan Zinram. Der Oberligaabsteiger brachte die Gäste beim 0:2 ins Straucheln. SVS-Akteur Alexander Schoch beobachtet die Szene. | Foto: GES

Fußball-Oberliga

Hadernde Pforzheimer

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Von Harald Funke

„Ich hätte nichts dagegen, wenn die nächste Partie erst unser drittes Saisonspiel wäre“, sagte Spielbergs Interimstrainer Sebastian Weber nach dem 2:0(1:0)-Erfolg seiner Truppe im letzten Heimspiel in der Fußball-Oberliga gegen den 1. CfR Pforzheim. Er fügte an: „Dann stünden wir ganz gut da.“ Statt aber in eine vielversprechende Saison zu starten, steigt der SV bekanntlich ab und geht künftig wieder in der Verbandsliga an den Start.

Partie auf überschaubarem Niveau

Ein wenig verkehrte Welt also, denn die unterlegenen Kicker aus der Goldstadt, die sich bereits in der gesamten Rückrunde auf dem absteigenden Ast befinden, dürfen trotz dieser Pleite auch in der kommenden Saison in der höchsten Amateurliga Baden-Württembergs antreten.
Nachdem die Spielberger zuletzt schon gegen die Stuttgarter Kickers mit einem achtbaren Unentschieden auf sich aufmerksam gemacht hatten, spielten sie auch gegen den CfR von Beginn an auf Augenhöhe – wenn auch auf überschaubarem Niveau. „Bei beiden Mannschaften ging nicht viel“, sagte Spielbergs Routinier Edmond Kapllani.

Tardelli verursacht Foulelfmeter

Kapllani selbst wurde im ersten Durchgang zum Hauptprotagonisten, als er einen von Joao Tardelli verursachten Foulelfmeter sicher zum 1:0 für Spielberg verwandelte (36.). Die Pforzheimer haderten mit der Elfmeterentscheidung, da sich das Foul noch vor der Strafraumgrenze ereignet haben soll. „Ja, kann sein“, räumte Kapllani ein, „ich würde sagen: 50:50.“

CfR hadert mit der Chancenverwertung

Noch mehr Grund zu hadern hatten die Pforzheimer allerdings mit zwei strittigen Abseitsentscheidungen des Schiedsrichtergespanns sowie mit ihrer Chancenverwertung. Zehn, zum Teil hochkarätige Chancen, ließen die Goldstädter liegen. Sie verfehlten entweder knapp das Tor oder aber die Bälle wurden eine Beute des Spielberger Keepers Mathias Moritz. „Die mangelhafte Chancenverwertung ist neben einigen hochkarätigen Abgängen unser Hauptproblem in der gesamten Rückrunde gewesen“, sprach CfR-Coach Gökhan Gökce eines der Pforzheimer Kernprobleme an und dachte dabei an die Abschiede von Kushtrim Lushtaku und Hakan Aslantas. Seine Trainerarbeit hingegen verteidigte er: „Von der Spielweise her war ich sehr zufrieden.“

Malsam macht für Spielberg den Deckel drauf

Statt der Pforzheimer, die zum Schluss noch einmal alles nach vorne warfen, durften jedoch noch einmal die Spielberger jubeln, nachdem der eingewechselte Jan Malsam in seiner letzten Aktion für den SV Spielberg überhaupt mit einem Sonntagsschuss in den Giebel den 2:0-Endstand erzielte (90.+2).