Als Zeichen der Anteilnahme wurden nach dem Mord in Mühlacker Blumen und Kerzen an die Stelle platziert, wo die 37-jährige Frau zusammengebrochen war. Ein ähnlicher Fall hat sich am Donnerstag in Heimsheim ereignet. Archivfoto: Recken

Messerattacke in Heimsheim

Hintergründe für Gewalttat noch unklar

Zwei Tage nach der Messerattacke eine Mannes aus Afghanistan auf seine von ihm getrennt lebende Frau sind die Hintergründe für die Gewalttat noch unklar. Wie die Polizei auf Nachfrage mitgeteilt hat, ist der Mann inzwischen dem Haftrichter vorgeführt worden und sitzt in Untersuchungshaft.

Keine akute Lebensgefahr

Wie berichtet, ist die 28-jährige Frau, die ebenfalls aus Afghanistan stammt, am Donnerstag kurz nach 16 Uhr in der Mönsheimer Straße in Heimsheim mit erheblichen Schnittwunden aufgefunden worden. Ein Rettungsteam brachte sie in ein Krankenhaus. Nach Angaben von Polizei und der Staatsanwaltschaft bestand keine akute Lebensgefahr. Zum Zustand der Frau hatte die Polizei zwei Tage nach der Tat keine weiteren Informationen.

Streit vor der Tat

Der Tatverdächtige Ehemann wurde von Beamten des Polizeipostens in Heimsheim nach Fahndungsmaßnahmen festgenommen. Nach Angaben der Polizei war es vor der Tat zu Beziehungsstreitigkeiten gekommen. Die Polizei ermittelt derzeit die Hintergründe der Messerattacke. Gegen den Ehemann ist Haftbefehl erlassen worden. Er sitzt wegen Verdachts auf versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Mord in Mühlacker: Ermittlungen laufen

Der Fall in Heimsheim erinnert an den Mord am 2. März in Mühlacker. Wie berichtet, hatte ein 41-jähriger Syrer seine von ihm getrennt lebende Ehefrau erstochen und wurde kurze Zeit später von der Polizei festgenommen. Die Kinder des Paares wurden durch den Enzkreis in Obhut genommen.

Staatsanwaltschaft geht von Beziehungstat aus

Die Staatsanwaltschaft geht auch hier von einer Beziehungstat mit familiärem Hintergrund aus. Der Mann sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Zeugen gesucht
Das Kriminalkommissariat Pforzheim sucht Zeugen, die Angaben zur Tat machen können.
Sie melden sich beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter der Telefonnummer (0 721) 939 55 55.