Nicole und Marco Hüttenberger mit Tochter Kim.
Nicole und Marco Hüttenberger mit Tochter Kim. | Foto: Scheu

Pforzheim

Impressionen vom Umzug in Dillweißenstein

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Um 14.11 Uhr startete der große Fastnachtsumzug in Dillweißenstein. Rund 50 Gruppen schlängelten sich durch den Pforzheimer Stadtteil – und trotzten dem Regen. Angeführt wurde er von der „Grausamen Barbara“. Eindrücke und Bilder gibt es in diesem Artikel.

„Achtung“, rief Jörg Müller, Präsident des Umzugrats. „Ohren zu“ – die Besucher am Wegesrand leisteten ihm augenblicklich Folge. Kurz darauf waren Schüsse zu hören – die Kanone „Grausame Barbara“ bahnte sich ihren Weg durch Dillweißenstein.

„Wir sind zum ersten Mal hier“, erzählten Nicole und Martin Hüttenberger am Wegesrand. Ihre Tochter Kim war als Hexe verkleidet und wartete geduldig darauf, dass die „Grausame Barbara“ auch bei ihr vorbei fährt. Wenn sie tatsächlich zaubern könnte? „Eine Heizung wäre nicht verkehrt“, sagte ihre Mutter und lachte.

Nachdem sich die Kräheneck-Hexen, der Musikverein Enzberg und zahlreiche weitere Gruppen Dillweißenstein durchquert hatten, stand die traditionelle Schneemannverbrennung an.

Bildergalerie

Fazit der Polizei

Rund 8.000 Zuschauer zählte die Polizei beim Umzug in Dillweißenstein. Das waren, vermutlich wetterbedingt, weniger als im Vorjahr. Damit blieb es auch aus polizeilicher Sicht ruhiger als 2018. Eine erste Nachfrage kurz nach der Veranstaltung ergab „zwei Platzverweise und ein bis zwei Nickligkeiten“, so Polizeisprecher Ralf Minet. Allerdings habe es wiederum einige Gruppen gegeben, die offenbar weniger am Umzugsgeschehen interessiert waren. Vielmehr hätten sie dem Alkohol zugesprochen. Gestört haben sie aber nicht“, so Minet.

Im Vorjahr mussten 35 Jugendliche alkoholbedingt betreut werden, einer fiel wegen seines erheblichen Alkoholkonsums sogar in die Nagold, konnte sich aber immerhin noch selbst ans Ufer retten. Derlei Eskapaden scheinen beim Dillweißensteiner Umzug diesmal gemäß der ersten Auskünfte ausgeblieben zu sein.

Auch anderswo in der Region wurde natürlich kräftig Fastnacht gefeiert: Unter anderem gingen die Narren in Achern, in Baden-Oos, in Karlsruhe und in Eggenstein um.