Auch in Pforzheim landet der Müll nicht nur im Abfallbehälter, sondern auch auf der Straße. Die Straßenreinigung muss diesen dann entsorgen. Der "World Cleanup Day" soll auf die Müllverschmutzung aufmerksam machen.
Auch in Pforzheim landet der Müll nicht nur im Abfallbehälter, sondern auch auf der Straße. Die Straßenreinigung muss diesen dann entsorgen. Der "World Cleanup Day" soll auf die Müllverschmutzung aufmerksam machen. | Foto: Wacker

World Cleanup Day am 21.09.

Kampf gegen Müll: Pforzheim beteiligt sich an internationaler Putzaktion

Anzeige

Pforzheim macht in diesem Jahr zum ersten Mal beim „World Cleanup Day“ mit. Bei der weltweiten Aktion, die zum ersten Mal 2008 in Estland stattfand,  soll Müll in Städten und Gemeinden gesammelt und so eine sauberere Welt geschaffen werden.

Jedes Jahr im Frühjahr ruft die Stadt mit der „Aktion Saubere Stadt“ eine Woche lang zum Frühjahrsputz in der Natur auf. Seit gestern ist klar, dass sich nun  eine weitere Aktion zum Aufsammeln von achtlos weggeworfenem Müll dazugesellt: Der „World Cleanup Day“. Pforzheim nimmt am Samstag, 21. September, zum ersten Mal an dem weltweit stattfindenden Aktionstag teil.

Beim Pressegespräch zeigen Jens Hartmann (Technische Dienste), OB Peter Boch und Jürgen Förschler (Technische Dienste) Fotos von Müllablagerungen sowie Flyer zur bevorstehenden Aktion.
Beim Pressegespräch zeigen Jens Hartmann (Technische Dienste), OB Peter Boch und Jürgen Förschler (Technische Dienste) Fotos von Müllablagerungen sowie Flyer zur bevorstehenden Aktion. | Foto: Oest

Technischer Dienst stattet Teilnehmer aus

2008 zum ersten Mal in Estland veranstaltet, kam die Aktion 2018 auch nach Deutschland. Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 17 Millionen Menschen in über 150 Ländern. Dieses Jahr dann auch erstmals die Goldstadt. Treffpunkt für das gemeinsame Müllsammeln ist am 21. September um 10 Uhr bei den Schmuckwelten am Leopoldsplatz. Teilnehmer werden vor Ort von den Technischen Diensten zuerst informiert und anschließend mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifer ausgerüstet, bevor es ans Eingemachte geht.

Das ist unser Thema, da wollen wir dabei sein.

„Wir finden es wichtig, als Stadt da mitzumachen“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch, der Schirmherr der Veranstaltung ist. Dem stimmt auch Jürgen Förschler, Amtsleiter der Technischen Dienste, zu: „Das ist unser Thema, da wollen wir dabei sein und nicht hinten vor stehen.“

Mehr zum Thema„Rhine Clean Up“: So soll der Rhein bei Karlsruhe und Rheinstetten vom Müll befreit werden

Viel Verpackungsmüll

Neben dem Säubern der Stadt steht vor allem die Sensibilisierung von Bürgerinnen und Bürger in puncto Müll im Mittelpunkt: „Wir wollen die Leute mitnehmen und vor allem auf Verpackungsmüll hinweisen“, sagt Jens Hartmann, Sachgebietsleiter der Technischen Dienste. Und davon gibt es jede Menge. 2018 haben die Technischen Dienste nach eigenen Angaben etwa 1 000 Tonnen Müll aus öffentlichen Abfallbehältern entsorgt, der Großteil davon waren To-Go-Verpackungen und eben Verpackungen. Hinzu kommen rund 2 100 Tonnen  Sperrmüll pro Jahr. Außerdem laut Hartmann pro Jahr noch etwa 210 Tonnen sogenannter „wilder Müllablagerungen“.

Achtlos: Besonders häufig landen Verpackungen auf der Straße.
Achtlos: Besonders häufig landen Verpackungen auf der Straße. | Foto: Wacker

Jeder kann mitmachen

Bei der Aktion mitmachen kann jeder. Größere Gruppen sollten sich jedoch vorher bei den Technischen Diensten melden. „Damit wir auch genügend Ausrüstung dabei haben“, sagt Förschler. Die Aktion ist laut dem Amtsleiter keine Konkurrenz zur „Aktion Saubere Stadt“, sondern lediglich eine „sinnvolle Ergänzung“, um weiter für das Thema Müll zu sensibilisieren.

Neben der Müllsammelaktion soll es ein buntes Rahmenprogramm geben. Dazu gehören Infostände, Gewinnspiele sowie die Präsentation eines Müllfahrzeuges der Firma Lohe Gebäudedienste. Diese gehören eben so zu den Aktionspartnern wie der Bürgerverein Nordstadt und der Unverpackt-Laden.

Mehr zum Thema: Pforzheim präsentiert neue Abfall-App

Eventuell Kooperation mit Busbetreibern

Noch unklar ist, ob die Aktion sich größtenteils auf die Innenstadt beschränkt. Die Stadt sei aktuell in Gesprächen mit Busbetreibern, damit Teilnehmer der Aktion kostenlos in andere Stadtgebiete fahren können. „Hier ist aber noch nichts final geklärt“, so Hartmann.