Sarah Böhmler mit Karten für die Gala Goldstadt 250 | Foto: Ehmann

Vier Tage für die Sitzordnung

Karten für Goldstadt-Gala zum Schmuckjubiläum

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Die drei Computer an der Theaterkasse haben viel zu tun. Es werden zwar keine Karten für die Vorstellungen verkauft, dafür sorgt die Gala zur Eröffnung des Goldstadtjubiläums für ein anhaltendes Rattern der Drucker. Sarah Böhmler vom Jubiläumsteam  braucht etwa zwei Stunden, dann hat sie 1 600 Karten zusammen, die jetzt den 1 200 Ehrengästen und 400 Individualkäufern zugeordnet werden.

Eintüten dauert zwei Wochen

Es wird etwa zwei Wochen dauern, bis die letzte eingetütet und verschickt ist, schätzt Böhmerle. Bis dahin ist Februar und auf dem Tisch von Jubiläums-Gesamtkoordinator Gerhard Baral liegen die fertigen 19 „Showpieces“ für die von Jasmina Jovy konzipierte  zeitgenössische Inszenierung von 250 Jahren Schmuck und Uhren am 12. Mai sowie einen Tag später noch einmal, allerdings mit Tanztheater an Stelle von José Carreras kombiniert.

Internationaler Flair

Höhepunkte bei der Gala, zu der die Stadt die 1 200 Ehrengäste erwartet. Allein 750 davon kommen über den Bundesverband Schmuck und Uhren (BV). Sie bringen vor allem internationalen Flair ins CongressCentrum, wo der rote Teppich dieses Mal nicht am Haupteingang, sondern beim Eingang zum Mittleren Saal ausgerollt wird. Allein vier Sponsorenfirmen der Branche sorgen dafür, dass die weltweiten Verbindungen der Goldstadt deutlich werden. Hinzu kommen Mitglieder des Responsibel Jewellery Councils und des Europäischen Uhrenverbands, die aus Anlass des Schmuckjubiläums Kongresse nach Pforzheim gelegt haben. Damit ist zusammen mit den Spitzen der internationalen Messen sowie anderer Verbände das who is who der Branche eingeladen worden und zu einem guten Teil auch bereits angemeldet, wie bei der scheidenden BV-Geschäftsführerin, Ina Zeiher-Zimmermann zu erfahren ist.

Viele Zusagen stehen noch aus

Über die Bundesgrenzen hinaus führt auch die Schar der Festgäste aus Pforzheims Partnerstädten, die zwar eingeladen sind, aber bis auf Ungarn noch nicht zugesagt haben. „Die Leute lassen sich Zeit, da braucht man einfach gute Nerven, die werden schon kommen“, kommentiert Baral und meint nicht nur weitgereiste Gäste. Von den 29 Goldstadtbotschaften habe bislang rund ein Duzend verbindlich Ja gesagt und die Fachpresse sowie regionale Journalisten der allgemeinen Presse sind auch nicht berühmt für frühe Zusagen.

Keine bezahlten Promis

Weitgehend gesichert ist, dass die Abgeordneten von Pforzheim und Enzkreis sowie Vertreter von Gemeinderatsfraktionen, Kirchen und Verbänden der Region zugegen sein werden, wenn José Carreras am 12. Mai seine Stimme erhebt. „Wir haben bewusst darauf verzichtet, X Promis einzuladen – die muss man kaufen“, erläutert Baral. Außerdem sei der Kreis der städtischen Ehrengäste auch aus Kostengründen sehr klein gehalten worden. Aber natürlich gehören die 80 Sponsoren und Förderer dazu.

Vier Tage für die Sitzordnung

Rund 80 Leute arbeiten daran, dass von den 30 Vitrinen im Foyer bis zum geselligen Teil am Schluss alles klappt. Allein an der Sitzordnung wurde laut Baral vier Tage gearbeitet.
Die größte Herausforderung sei aber gewesen, das Material für die 270-Grad-Projektion des Berliner Künstlerkollektivs Xenorama zu finden, mit dem der Abend beginnt. Ana Kugli war gefragt. Sie gehört neben Baral, dessen Stellvertreter Alexander Weber, Jovy und Marcel Bückner zum Kern, wo alles zusammen läuft. Jetzt hoffen alle „dass deutlich wird, wie das Jubiläum in die Welt hinaus strahlt“.