Kushtrim Lushtaku (weißes Trikot, hier im bfv-Pokalspiel gegen Waldhof Mannheim) soll den Verein verlassen.
Kushtrim Lushtaku (weißes Trikot, hier im bfv-Pokalspiel gegen Waldhof Mannheim) soll den Verein verlassen. | Foto: Arnd Waidelich

Skandal beim CfR

Nach Trainer-Attacke: Kushtrim Lushtaku muss CfR verlassen

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Noch ist vieles unklar im Fall des ins Krankenhaus geprügelten Trainers von Fußball-Oberligist 1. CfR Pforzheim, Gökhan Gökce. Allerdings hat der Verein nun die Identität des Spielers gelüftet: Kushtrim Lushtaku.

CfR holte Lushtaku-Brüder vor einem Jahr

Kushtrim Lushtaku stieß in der vergangenen Saison zum CfR und hatte einen Anteil am Klassenverbleib der Pforzheimer. Kurz nach seinem Wechsel kam im Winter auch sein Bruder Kreshnik zum CfR – beide waren Protagonisten in der Elfmeter-Szene, die wohl zu der Eskalation in den Katakomben geführt hatte und bei der neben den Lushtakus auch Neuzugang Johnathan Zinram beteiligt war.

Von 1860 über Köln und Trier nach Pforzheim

Der 28-jährige Kosovar spielte erst bei 1860 München, wo er allerdings in der damaligen zweiten Liga zu keinem Einsatz kam. Nach einer Stippvisite bei Fortuna Köln wechselte er zu Eintracht Trier, wo er sich allerdings auch nicht durchsetzen konnte und sieben Spiele in der Reserve absolvierte. Beim CfR schoss er in 22 Spielen drei Tore – und erhielt acht Gelbe Karten. Verletzungen warfen ihn zuletzt zurück, er war nur noch Reservist.

Verein nimmt Stellung – Stadionverbot für Kushtrim Lushtaku

Wenig später nahm auch der Verein selbst Stellung zu den Vorgängen:

“ Beim gestrigen Heimspiel der Ersten Mannschaft gegen den TSV Ilshofen kam es zu Beginn der Halbzeitpause zu einem tätlichen Angriff des Spielers Kushtrim Lushtaku auf Gökhan Gökce. Der langjährige Trainer des 1. CfR zog sich dabei eine Körperprellung zu. Um sicher zu gehen, dass keine schwereren Verletzungen vorliegen, ließ sich Gökce noch am Nachmittag ärztlich untersuchen. Der Angriff stand offensichtlich im Zusammenhang mit einem Elfmeter für Pforzheim wenige Minuten zuvor. Kushtrim Lushtakus Bruder Kreshnik Lushtaku hatte diesen nicht verwandelt.

 Der 1. CfR Pforzheim spricht sich ausdrücklich gegen Gewalt und für Respekt im Umgang miteinander aus – auf und neben dem Platz. Deshalb kann und wird ein solches Verhalten in keinster Weise im Verein geduldet sondern mit allen zur Verfügung stehenden konsequent geahndet.

 Gegen den Spieler wurde unverzüglich Anzeige erstattet und ein Stadionverbot verhängt. Selbstverständlich erfolgt darüber hinaus ein sofortiger Ausschluss aus dem Verein und der Mannschaft, der Vertrag wurde fristlos gekündigt.

 Die Mitspieler und Verantwortlichen, die diese Szene teilweise miterleben mussten, sind schockiert und entsetzt über dieses Vorkommnis. Noch nie hatten sie eine auch nur annähernd vergleichbare Situation erlebt.“

 An dieser Stelle wünschen wir unserem Trainer Gökhan Gökce gute Besserung.“

Auch der Beschuldigte hat mittlerweile eine Stellungnahme veröffentlicht.

 

Mehr dazu im Laufe des Tages und am Montag im Pforzheimer Kurier