Glückwünsche von Hartmut Ochner (rechts) nahm der alte und neue Birkenfelder Bürgermeister Martin Steiner (mit seiner Frau Katja) nach der Wahl am Sonntag entgegen. Der 43-Jährige wurde mit über 96 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Foto: Ehmann

Wahlbeteiligung 32 Prozent

Martin Steiner bleibt Bürgermeister von Birkenfeld

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Der alte und neue Bürgermeister von Birkenfeld heißt Martin Steiner. Der 43-Jährige wurde am Sonntag mit 96,1 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Allerdings war Steiner der einzige Kandidat bei der Wahl.

Auszählung dauert fast zwei Stunden

Weniger spannend als das Ergebnis der Wahl war die Auszählung der Stimmen. Die circa 80 Gäste – unter ihnen Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims OB Peter Boch, Landtagsmitglied Hans-Ulrich Rülke und einige Enzkreis-Bürgermeister – harrten im Foyer des Rathaus fast zwei Stunden aus, ehe Hartmut Ochner als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses das Ergebnis verkündete. Von 8 564 Wahlberechtigten nahmen 2 808 (32,8 Prozent) am Urnengang teil. „Mit 30 Prozent wäre ich mehr als glücklich“ hatte Steiner zuvor gesagt. Dass es noch etwas mehr wurde, wertete der Bürgermeister als „großartigen Vertrauensbeweis“.

Großartiger Vertrauensbeweis

Die Zustimmung von 72 Prozent bei der Wahl vor acht Jahren habe er noch toppen wollen, das sei ihm geglückt, sagte der erlöst wirkende Rathauschef: „Die Spannung war schon da.“ Bei der Wahl 2011 setzte sich Steiner gegen drei Kandidaten durch; die Wahlbeteiligung lag damals bei 53,5 Prozent. Dass die Auszählung so lange dauerte, habe daran gelegen, dass unter „Sonstige“ viele Namen auftauchten, erklärte Ordnungsamtsleiterin Katrin Hölle, die für die Bürgermeisterwahl zuständig war. Ungültige Stimmen gab es 183.

Viele „sonstige“ Namen auf Stimmzettel

Steiner selbst hat im Wahllokal im Altenpflegeheim in der Dietlinger Straße gegen 14 Uhr sein Kreuz gemacht und das anschließend auf Facebook gepostet. Die Kommentare anderer Nutzer waren positiv: „Das größte Glück für Birkenfeld“ schreibt einer und ein anderer Nutzer wünscht „Viel Erfolg, denn Birkenfeld freut sich“. Glückwünsche im Voraus gab es auch, schließlich war Steiner der einzige Kandidat. „Er scheint alles richtig gemacht zu haben“, sieht eine Nutzerin als Grund dafür.

Glückwünsche vorab im Netz

Als wichtige Projekte für seine zweite Amtszeit nannte Bürgermeister Steiner unter anderem die Innenentwicklung. Die Gemeinde weiterzuentwickeln sei außerdem sein Ziel, das ihn ansporne, sagte er.
Außerdem habe er mit seiner Familie in Birkenfeld eine neue Heimat gefunden: „Ich kam aus Pforzheim und fühle mich inzwischen als Birkenfelder.“