Moin, Moin: Unterwegs nach Norden machten Moritz Leicht (rechts) und Ralf Waitschies mit ihren beiden Smart-Fortwo-Modellen auch in Hamburg halt. | Foto: PK

Von Neuhausen ans Nordkap

Mit dem E-Auto auf großer Tour

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Für ein großes Hallo in überregionalen Medien wie ZDF, „Süddeutscher Zeitung“, „Stern“ und „Welt“ sorgte Hubert Wirth aus Schellbronn, der mit seinem 82-jährigen Traktor und Dackeldame Hexe jüngst nach Moskau zum WM-Auftakt tuckerte (die BNN berichteten). Dass aktuell noch ein anderer Schellbronner auf großer Tour ist, wissen hingegen nur wenige. Doch auch Moritz Leicht ist seit Tagen „on the road“. Sein Ziel: Mit seinem E-Auto, einem Smart EQ fortwo, bis zum Nordkap und zurück.

Letzte 500 Kilometer vor dem Kap sind spannend

Während viele Menschen beim Begriff E-Auto Angst haben, schon auf dem Weg zum Eierkauf liegenzubleiben, geht Leicht sein gesetztes Ziel optimistisch an: „Auf der Strecke gibt es sehr viele Ladestationen. Die nördlichen Länder sind da deutlich weiter als wir.“ Das liegt allerdings nicht nur an der Begeisterung der Schweden, Finnen und Norweger für die E-Mobilität.

Anschlüsse zum Aufwärmen?

Strom auf Parkplätzen wird in diesen Breiten auch angeboten, um Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wieder warm zu bekommen. „Im Gegensatz zu E-Autos springen die Verbrenner bei den winterlichen Temperaturen hier oft nicht mehr an“, erklärt Leicht. Mit dem Strom heizen die Autohalter dann Kühlwasser und Motorblock, um wieder weiterfahren zu können. „Eigentlich sind nur die letzten 500 Kilometer vor dem Nordkap etwas spannend“, meint der 20-Jährige aus dem Enzkreis cool. Hier kommt dann der „NRGkick“ zum Einsatz, eine mobile Ladestation.

Polarkreis bei Jokkmokk in Schweden | Foto: PK

Fan der ersten Stunde

Während E-Autos für den Großteil der Deutschen noch ein Buch mit sieben Siegeln sind, wurde Moritz Leicht schon früh zum Liebhaber. „Ich muss zugeben, dass ich nur für den Führerschein Verbrennungsmotor gefahren bin, danach nicht mehr“, erzählt er. „Was mich an der Elektromobilität so begeistert, ist die simple Technik und die Tatsache, dass sie in Sachen Fahrkomfort und Performance den konventionellen Antrieben um Längen voraus ist.“

Für Tesla-Community hat Nordkap Tradition

Die Idee zur Tour kam Leicht, als er mit seinen Eltern und ihrem Tesla das Nordkap besuchte. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch seine Mit-Abenteurer kennen, Ralf Waitschies aus Hamburg und Christoph Lumpi aus Nürnberg. In der Tesla-Community sei die Fahrt zu diesem Ziel schon fast gang und gäbe. „Wiederum mit dem Akku vom Smart (17,6 kWh) hat es noch keiner gemacht!“, betont der junge E-Mobility-Fan. Ein Vortrag von Fabian Becker, der schon 2016 in 80 Tagen elektrisch die Welt umrundete, tat sein Übriges zu Leichts Motivation: „Er hatte Land und Leute kennengelernt und so vieles zu erzählen. Da war für mich klar – ich muss die Welt sehen“, erinnert sich der Schellbronner. Und das am besten mit einem auffälligen Fahrzeug, so dass man auch mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommt.

Der Zauber der langen Tage

So ging es dann mit Start am 9. Juni vom Smart-Werk in Hambach (Frankreich) über Hamburg und Travemünde und mit der Fähre nach Malmö. An der östlichen Küste Schwedens entlang tourten die Freunde weiter über Finnland nach Norwegen. Und was begeistert die drei Traveller auf ihrer Fahrt am meisten? „Wir sind ja schon ein bisschen Nerds“, schickt Leicht vorsichtig seiner Antwort voraus. Das spottbillige Mobilfunk-Internet – 30 Gigabite für um die 40 Euro – und die hervorragende Netz-Geschwindigkeit „auch in der letzten Ecke“: Das sei eine sehr feine Sache im Norden. Doch auch die Landschaft mit den aktuell sehr langen Tagen sei „unglaublich schön und nur schwer zu beschreiben“.

Schlusspunkt: die Smart-Geburtstagsfeier

Während der Schellbronner und seine Mitstreiter auf dem Weg nach Norden ordentlich Gas gaben, wollen sie es auf dem Rückweg gemütlich angehen lassen. Einzig fixer Termin, neben einem entspannten Besuch in Stockholm, ist der 30. Juni. An diesem Tag wird in Hambach gefeiert und die drei Weitgereisten stehen sicherlich im Mittelpunkt. Denn die Autofirma Smart begeht – gleicher Jahrgang wie der Schellbronner Moritz Leicht – ihren 20. Geburtstag.

Homepage: www.electricdrivers.de