Spontane Jam-Session: Jazz-Echo-Preisträger Sebastian Studnitzky an der Trompete und Paul Kleber am Kontrabass jammen mit Passanten bei der Aktion „Spiel mich! PF
Spontane Jam-Session: Jazz-Echo-Preisträger Sebastian Studnitzky an der Trompete und Paul Kleber am Kontrabass jammen mit Passanten bei der Aktion „Spiel mich! PF | Foto: aoe

„Ist ein Pianist an Bord?“

Musiker Sebastian Studnitzky gibt spontane Jam-Session bei „Spiel mich! PF“

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Es ist 14 Uhr vor Galeria Karstadt Kaufhof in der Fußgängerzone. Wie so oft in der letzten Zeit sitzt jemand am Klavier, das bei „Spiel mich! PF“ dort aufgestellt ist. Doch es ist kein Passant. Es ist der aus Neuenbürg stammende Jazzmusiker und Jazz-Echo-Preisträger Sebastian Studnitzky.

Spontan haut er in die Tasten, begleitet von Kontrabassist Paul Kleber. „Das alles ist sehr spontan entstanden“, weiß Michael Hertl vom Stadtmarketing. „Sebastian hat das mitgekriegt und am Donnerstag haben wir entschieden, das zu machen.“

Zu Beginn gibt Sebastian Studnitzky zusammen mit Kontrabassist Paul Kleber eine Kostprobe, seiner Klavierkünste.
Zu Beginn gibt Sebastian Studnitzky zusammen mit Kontrabassist Paul Kleber eine Kostprobe seiner Klavierkünste. | Foto: aoe

Studnitzky wechselt von Klavier zu Trompete

Trotz dieser Spontanität haben sich rund 50 Zuschauer eingefunden, die über soziale Netzwerke von der Aktion erfahren haben. Einer davon ist der 14-jährige Johannes aus Mühlacker. Er ist auch der Erste der nach vorne prescht, als Studnitzky nach einem knapp zehnminütigen Eröffnungssong in die Runde fragt: „Ist ein Pianist an Bord?“. Gemeinsam mit dem Jazz-Star spielt er die Titelmelodie des Hollywood-Films „Interstellar“. Studnitzky, der international nicht nur als Pianist, sondern vor allem als Trompeter bekannt ist, zückt seine Trompete und begleitet den Schüler, der selbst seit knapp fünf Jahren Klavierunterricht nimmt. „Das war schön und hat richtig viel Spaß gemacht“, urteilt Johannes anschließend erfreut.

Der 14-jährige Johannes aus Mühlacker traut sich zuerst, mit dem Jazz-Star zu spielen.
Der 14-jährige Johannes aus Mühlacker traut sich zuerst, mit dem Jazz-Star zu spielen. | Foto: aoe

Tolle Stimmung bei den Passanten

Es folgen viele weitere, spontane Musikeinlagen von Passanten, die mit dem Jazzer zusammen musizieren. Es wird gesungen, geklatscht und fröhlich mitgeswingt, etwa zur Musik von „Yesterday. Die Passanten, egal ob sie zufällig oder gezielt hier sind, sind begeistert. „Wir haben schon viel Geld für Karten gezahlt. Umso mehr freut es uns, dass wir das hier miterleben können“, sagt eine Frau, die mit ihrem Sohn da ist. Eine ältere Dame, die aus Neuenbürg angereist ist, erzählt: „Ich kenne Sebastian schon seit er ein kleiner Junge in der Musikschule war. Richtig klasse, dass er einfach hier in der Fußgängerzone spielt.“

Konzert am Abend

Nach knapp einer Stunde ist die Jam-Session vorbei. Studnitzky und Kleber müssen weiter, schließlich spielen sie am Abend vor ausverkauftem Haus in der Villa Witzenmann. Studnitzkys Urteil: „Das war richtig gut“. Dem stimmt auch Kleber zu: „Musik verbindet Menschen. Und das hat man heute hier gesehen.“