Moderator und Bauchredner Daniel Reinsberg hat die Zuschauer der "Winterträume" im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld begeistert. Er war einer der Publikumslieblinge. | Foto: Wacker

Lob für Pforzheimer Varieté

„Nach der letzten Show wollte keiner gehen“

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„Es war Weltklasse“, meint eine Pforzheimerin, die Ende vergangener Woche gerade noch eine Karte ergattern konnte für die ersten „Winterträume“ ihres Lebens. Sie war fasziniert vom Duo André Leo, den beiden Männern im Ring. Aber auch das „Duo Hand 2 Stand“ und die Kunst des moderierenden Bauchredners hatten es ihr angetan. „Einmalig, wie er das Gesicht auf die Tafel malte, bei dem sich dann plötzlich Augen und Mund bewegten“, schwelgt sie noch Tage danach in Begeisterung.

Moderator war ein Glücksgriff

Nach 26 umjubelten Aufführungen hat es sich erst einmal „ausgeträumt“, bis sich im Kulturhaus Osterfeld Ende Dezember wieder der Vorhang hebt zum nächsten Varietétheater. Doch die Begeisterung über eine grandiose Show mit einem glänzenden Moderator wirkt nach. „Beim Neujahrsempfang bin ich immer wieder angesprochen worden“, berichtet Kulturhaus-Chefin Maria Ochs davon, dass es rundum Lob gegeben habe für das hohe Niveau und die Qualität von Programm und Akteuren. Ochs bestätigt, dass sich die Wahl von Moderator Daniel Reinsberg als echter Glücksgriff erwiesen habe. „Der Moderator hat das Ganze zusammengehalten.“ Im Hinblick auf die vielen Nachmittagsveranstaltungen habe sich auch seine „Kindertauglichkeit“ gezeigt: Der Bauchredner kam bei der ganzen Familie an.

Eine besondere Gruppendynamik

Nach einer vorläufigen Bilanz seien die Vorstellungen zu 97 bis 98 Prozent ausgelastet gewesen. Allenfalls um die Weihnachtszeit war der Große Saal im Kulturhaus Osterfeld bei den vom Pforzheimer Kurier präsentierten „Winterträumen“ nicht voll belegt. Als es nach der letzten Show am Samstagnachmittag an den Abbau ging, „da wollte keiner gehen“, beschreibt Ochs diese ganz besondere Atmosphäre der Pforzheimer Kleinkunstbühne. Schon in der Vergangenheit haben genau das die Akrobaten und Artisten, die sonst in Paris, Monte Carlo und anderen bedeutenden Variethéhäusern auftreten, besonders geschätzt. „Alle sind bis Sonntag geblieben, wir haben gemeinsam Pizza gegessen und beim Abschied war es etwas traurig“, erzählt Ochs. Das gesamte Team, inklusive die Techniker im Haus, hätten eine besondere Gruppendynamik entwickelt. Rückkehrerin Sarah Lindermayer wirkte zudem als „Bindeglied“. Sie bildete im Vorjahr Teil des „duo 3fach“ und sprang nun für Max Poulin ein.

Planung der nächsten „Winterträume“ beginnt

Während das „Duo Hand 2 Stand“ momentan noch im Kulturhaus trainiert, bevor es mit der nächsten Show in Monte Carlo weiter geht, hat Ochs mit der Vorbereitung fürs kommende Varietétheater begonnen. Die Kulturhaus-Chefin selbst wird das Programm zusammenstellen, da Katinka Rabenseifner noch in Elternzeit ist. Einige Akteure habe sie schon im Auge, konkret sei aber noch nichts. Zu bedenken gebe es bei den Planungen auch gewisse „räumliche Beschränkungen“. Denn mit einer Manege und viel Platz, sich nach oben zu recken, kann das Kulturhaus nicht dienen. „Die Akrobaten sind meistens Zirkusleute.“ Daher seien Luftnummern in der Höhe begrenzt. Auch Auftritte mit Schleuderbrett seien nicht drin, meint Maria Ochs.