Besondere Botschaft in die Heimat: Vincenzo Grifo grüßt Pforzheim über die TV-Kamera.
Besondere Botschaft in die Heimat: Vincenzo Grifo grüßt Pforzheim über die TV-Kamera. | Foto: dpa

Grüße an 75177

Nach Traumtor für SC Freiburg: Vincenzo Grifo widmet Treffer seinen „Jungs“ in Pforzheim

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Vincenzo Grifo kann mit seinem rechten Zauberfuß nicht nur exzellent Standards treten, der gebürtige Pforzheimer ist auch immer wieder für einen Spaß zu haben. So auch am Dienstagabend nach seinem Treffer zum 1:0 (61.) im Spiel gegen Hertha BSC Berlin – natürlich erzielt per Freistoß. Jubelnd drehte der 27-jährige Fußballer in Richtung TV-Kamera ab und rief ins Mikrofon: „Grüße gehen raus nach Pforzheim, 75177″.

Eine Aktion, zu der sich der Bundesliga-Profi nicht spontan hinreißen ließ, wie er am Tag danach verriet. „Ich habe schon vor dem Spiel gewusst, dass ich das, falls ich in den letzten zwei, drei Saisonspielen treffe, machen werde“, sagt Grifo gegenüber unserer Redaktion.

In Pforzheim hat alles angefangen.

Vincenzo Grifo, Spieler des SC Freiburg

Der Grund? Verbundenheit und Dankbarkeit: „Ich habe meinen Jungs versprochen, dass ich sie auf alle Fälle grüßen und ihnen das Tor widmen werde, weil sie mich immer so lieb unterstützen, mir Mut zusprechen und immer für mich da sind“, so Grifo.

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Man dürfe nie vergessen, woher man komme, hebt der italienische Nationalspieler hervor. „In Pforzheim hat alles angefangen. Mit den Jungs war ich auf dem Bolzplatz, wir haben immer davon geträumt, irgendwann groß rauszukommen“, erklärt er. „Deshalb habe ich das Tor jetzt den Jungs gewidmet.“

Letzter Besuch von Vincenzo Grifo in Pforzheim ist Monate her

Die Überraschung ist ihm definitiv gelungen. Bruder Francesco (32) verfolgte den besonderen Gruß live vor dem Fernseher. „Ich bin stolz darauf, dass er das gemacht hat. Er ist ein kleiner verrückter Vogel“, sagt der ältere Bruder liebevoll über den jüngeren.

Schon vor dem Anpfiff gab es in der Familien/Freunde-WhatApp-Gruppe Anfeuerungs-Botschaften. „Wir haben geschrieben, dass er ein Tor machen und Gas geben soll“, berichtet Francesco Grifo, der hofft, „Vince“ bald wieder persönlich beglückwünschen zu können.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist dessen letzter Besuch in der Heimat Monate her.