Schmuck aus Eisingen: Diana Bünger - besser bekannt als die Influencerin The fashion Anarchy - mit einem Gliederarmband von Isabelle Fa. Die Messe Inhorgenta hat sie und neuen weitere Blogger für den Auftritt gebucht. | Foto: Kopf

Schmuckmesse in Müchen

Nachhaltigkeit ist auch auf der Inhorgenta ein Thema

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1.055 Unternehmen stellen auf der Schmuckmesse Inhorgenta in München aus – darunter auch einige aus Pforzheim und dem Enzkreis. In diesem Jahr besonders wichtig: das Thema Nachhaltigkeit.

Große schwere Panzerarmbänder sind wieder da. Die Edelschmuckmanufaktur Isabelle Fa präsentiert bei der Jewelry Show zum Auftakt der viertägigen Inhorgenta in München eine vier Zentimeter breite Gliederkette mit passendem Armband sowie weitere Preziosen aus der puristisch angelegten Kollektion.

Größte Messe für Schmuck und Edelsteine in Europa

Daneben finden sich einmal mehr dekorative Verwandlungskünstler auf der mittlerweile „größten Messe für Schmuck und Edelsteine in Europa“, wie Messechef Klaus Dittrich wissen lässt. Die Perlenspezialisten von Nesper aus Pforzheim machen mit einer vielfach wandelbaren Kette auf sich aufmerksam, Trautz reiste mit einem klappbaren Ring von der Enz in die Bayern-Hauptstadt.

Mehr zum Thema: Gliederketten aus dem Nordschwarzwald sin ein großes Thema

Juweliere finden das alles in der Halle für die Spitzenprodukte der Schmuckfabrikation. Mit einem Zuwachs von 22 Prozent ist sie komplett ausgebucht. Hinzu kommt, dass sich der gute Gang der Geschäfte in diesem Segment auch in deutlich größeren Ständen zeigt.

So hat der Wiernsheimer Perlenspezialist Gellner verdoppelt und auch Jörg Heinz aus Neulingen gibt seinen mit Edelsteinen, Brillanten und Perlen besetzten goldenen Verwandlungskünstlern für Finger und Dekolleté mehr Raum. Insgesamt stellen 1.055 Unternehmen aus.

Trauringe hoch im Kurs

Wie sehr sich das derzeit lohnt, macht der Präsident des Bundesverbands der Juweliere, Stephan Lindner, mit Zahlen deutlich: Vergangenes Jahr wurde allein in Deutschland Schmuck im Wert von 3,53 Milliarden Euro umgesetzt, wobei Goldschmuck kontinuierlich um fünf Prozent zulegte. Ein Highlight beim guten Geschäftsgang sei die Nachfrage bei Trau- und Antragsringen, auch im höherpreisigen Segment. Uhren dagegen legten mit 1,26 Milliarden Euro eine Seitwärtsbewegung hin.

„Hochpreisiges boomt hier, Exporte im unteren Segment sind rückläufig“, bestätigt Sandra Chawla-Gantenbein vom Partnerland Schweiz das Urteil im deutschen Fachhandel. Die Messe München macht mit dieser Kooperation, deutlich, dass sie auch beim Uhrenangebot wachsen will. Der internationale Fachhandel, dürfte dies honorieren, nachdem sich abzeichnet, dass weitere Schmuckproduzenten der uhrenlastigen Konkurrenzmesse in Basel den Rücken kehren werden.

Hochpreisiges boomt hier, Exporte im unteren Segment sind rückläufig.

Sandra Chawla-Gantenbein zur Entwicklung bei den Uhren

Bei der Auseinandersetzung mit dem Geschäft von morgen ist dies ein Nebenaspekt. Das dicke Thema der Saison ist Nachhaltigkeit in allen Segmenten und damit einhergehend Glaubwürdigkeit.