Urbane Details: Colin Zitt suchte für seinen Film "Pforzheim - This Is Home" spektakuläre und unbekannte Perspektiven. | Foto: Colin Zitt

Colin Zitt zeigt seine Heimat

Neuer Film setzt Pforzheim spektakulär in Szene

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Hoch über dem Sparkassenturm, ganz nah dran an den Heißluftballons beim German Cup, und mittendrin im Gasometer: Colin Zitt hat spektakuläre Sequenzen in Pforzheim aufgenommen. Daraus machte er seinen neuen Film „Pforzheim – This Is Home“. Jetzt feierte der Achtminüter seine Premiere.

Die Reaktionen sind fast durchweg positiv. Die Daumen unter dem Youtube-Video zeigen nach oben. Auch der Filmmacher selbst hat bisher nur Positives gehört. „Viele sagen, dass sie selber aus Pforzheim sind, und dass ihnen der Film gefällt.“

Prächtige Aufnahmen – oft aus der Luft

Colin Zitt nennt den Film eine „Herzensangelegenheit“. Er ist 22 Jahre alt, wohnt in Wilferdingen, und hat 20 Jahre seines Lebens Pforzheim verbracht – der Stadt, die in der öffentlichen Wahrnehmung nur so selten als foto- oder videogen gilt. „Das war eine zusätzliche Challenge“, sagt Zitt.

Der Film zeigt bekannte Sehenswürdigkeiten wie Wallberg, Sparkassenturm, ZOB und Gasometer in prächtigen Aufnahmen. Zitt war es wichtig, dabei weniger bekannte Perspektiven zu finden. Oft filmte er aus der Luft.

Mal großstädtisch, mal naturverliebt

„Obwohl ich hier aufgewachsen bin, war ich überrascht, welche Schätze ich hier noch gefunden habe“, schreibt er selbst über das Video. Es zeigt Kontraste: Pforzheim bei Tag, Pforzheim bei Nacht. Pforzheim urban, Pforzheim naturnah. Erst fließt der Verkehr an großen Kreuzungen, dann werden Schwarzwald und Nagold in Szene gesetzt.

Storyboard und Locationsuche erledigte Colin Zitt zusammen mit Tobias Gay, der seinen Antrieb für das Video so beschreibt: „Es soll Pforzheimern aber auch möglichen Bürgern und Gästen gezeigt werden, wie Pforzheim eben ist: voller Möglichkeiten, unglaublich dynamisch und mit Power, Spaß und Kreativität.“

Filmemacher Colin Zitt aus Wilferdingen | Foto: pr

Immer mehr Szenen: Aus drei Minuten wurden acht

Es steckt ein dreiviertel Jahr Arbeit in dem Film. Geplant war er ursprünglich als Dreiminüter. „Aber es kam immer mehr, das wir noch drinhaben wollten“, sagt Zitt. Er ist eigentlich hauptberuflicher Filmer, mit Z Point Films sitzt er in Remchingen.

Normalerweise macht er After Movies von Veranstaltungen oder setzt Hochzeiten und Skigebiete in Szene. Auch Travel Videos hat er schon gedreht. Er nahm auf Korsika oder in Budapest auf.

Und da kann noch einer sagen, Pforzheim wäre nicht schön?

Nun drehte er den Spieß also um und widmete sich seiner Heimat. Dafür gab es 1.200 Euro vom Pforzheimer Jugendgemeinderat. Das ist auch schon das ganze Budget, so Zitt. Die Arbeiten musste er also größtenteils neben seiner Haupttätigkeit erledigen. Das Ergebnis kann sich offenbar sehen lassen.

Wie schreibt jemand bei Youtube? „Und da kann noch einer sagen Pforzheim, wäre nicht schön? Mega gemacht, besser hätte man es nicht darstellen können.“