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German-Cup der Heißluftballone

Pforzheim: Gondeln über der Goldstadt

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Der Himmel über Pforzheim ist Schauplatz des elften internationalen German Cup für Heißluftballone. Rund 45 Teams bevölkern mit ihren bunten Gefährten den Himmel über der Goldstadt. Doch nicht nicht nur die Ballon-Profis fahren an diesem Wochenende über Pforzheim. BNN.de berichtet aus luftigen Höhen.

Von Ulla Donn von Yrsch

8 Uhr: blauer Himmel und unten liegt, gleich einer Spielzeugstadt, ein bezauberndes Pforzheim. Gestern morgen gab es beim German-Cup morgens eine Ausfahrt für Gäste, Treffpunkt 6.30 Uhr am Gasometer. Nach einem Frühstück werden die Ballonteams zugeteilt.

Höher halten, sonst klappt es nicht!

Das Team mit der Nummer 17 besteht aus Hobby-Ballonfahrern: Torsten Haase aus Wittenberg hat sich vor 13 Jahren einen kleineren Ballon gekauft. Mit Freundin Nadja Weber und Kumpel Matthias Respondek sind sie zum German-Cup angereist, nur zum Spaß, an den Wettbewerben nehmen sie nicht teil. Und weil ihr Team aus nur drei Personen besteht, müssen auch die Korbgäste bei den Vorbereitungen helfen.
Die Stahlseile, die den Korb mit dem, am Boden liegenden Ballon verbinden, schneiden sich schmerzhaft durch die Handschuhe. „Höher halten, sonst klappt es nicht!“ ruft Torsten, der mit einem Ventilator Luft in den 18 Meter langen Ballon bläst.

Es ist bitterkalt und die Wiese ist nass

Es ist bitterkalt und die Wiese ist nass und nicht wenige haben ganz offenbar das falsche Schuhwerk gewählt. Wie lange wird man wohl hier so stehen müssen? Nicht lange: nach wenigen Minuten hat sich der Ballon gefüllt, der Brenner wird gezündet, die Luft erwärmt sich und im Nu steht der Ballon über dem Korb aus Weidengeflecht. Jetzt dürfen die Gäste zusteigen. Torsten sucht die grüne Starterflagge für den Massenstart der 29 Ballone, sieht sie aber nicht. „Seht ihr was?“ ruft Team 2 mit dem Schweineballon zu uns rüber.

Der Ballon erhebt sich in die Lüfte

Die Piloten entscheiden aufzusteigen, sobald sich der erste Ballon in die Lüfte erhebt. Obwohl alle Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit von der Wiese starten, verteilen sich die Ballons schnell am Himmel. Ballone lassen sich nicht steuern, es scheint, als ob wir regungslos am Himmel stehen, aber jede Luftschicht hat ihre Windgeschwindigkeit und Richtung. Während es die einen über den Haidach nach Tiefenbronn treibt, scheinen andere nach Niefern zu fahren. Nach gut einer Stunde sehen tut sich eine große Wiese bei Steinegg auf, dort wo auch der Clown-Ballon gerade landet. Doch beim Absteigen kommen andere Windverhältnisse in die Quere – der Ballon wird abgetrieben in den Wald, gefährlich nähern sich die Tannenwipfel. Aber Torsten behält die Nerven, lässt den Ballon wieder etwas steigen und landet schließlich bei Tiefenbronn, wo auch Weber, mit der er immer in Kontakt geblieben ist, mit Auto und Hänger wartet. Kaum größer als ein Rucksack ist die zusammengelegte Ballonhülle die samt Korb, in den Hänger verstaut wird.

Das Programm
Noch bis Sonntag beherrschen die Heißluftballone den Himmel über der Goldstadt. Heute Früh beginnt ab 7.15 Uhr die dritte Startperiode des German Cup oben auf dem Startgelände auf dem Buckenberg.
Um 16.30 Uhr folgt der „Let‘s Fly Contest“ und ab 17.30 Uhr beginnt die vierte Startperiode.
Zur Unterhaltung der Gäste gibt es ab 19 Uhr Livemusik und ab 20.30 Uhr das spektakuläre „Nightglow“, bei dem die Ballons im Licht ihrer Gasbrenner vor dem Nachthimmel zu glühen scheinen. All dies findet ebenfalls auf dem Startgelände beim Hofgut Buckenberg statt. Zur letzten Wettbewerbsfahrt starten die Piloten am Sonntag um 7.15 Uhr. Nach der Siegerehrung des „German Cup“ um 15 Uhr folgt noch der Wettbewerb „Key Grab“. Daneben gibt es rund um die Uhr Hüllenbegehung, Modellballone, Kinderprogramm, Gleitschirme, Tandem-Flug und Gastronomie.

Informationen zum Heißluft-Event in Pforzheim gibt es auch auf www.germancup.info