Nach einer Bombendrohung gegen eine Moschee in der Pforzheimer Oststadt am Donnerstagabend hat die Polizei das Gebäude durchsucht, dabei kam auch ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz. | Foto: Ehmann

Polizei

Bombendrohung gegen Pforzheimer Fatih-Moschee

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Nach einer Bombendrohung gegen Fatih-Moschee in der Pforzheimer Oststadt am Donnerstagabend hat die Polizei das Gebäude durchsucht, dabei kam auch ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz. Es wurde jedoch kein Sprengstoff gefunden, wie Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizei Pforzheim am Freitag gemeinsam mitteilten.

Konkret galt die Drohung der Zeit des Freitagsgebets. Angeblich sollte die Bombe bereits am Haupteingang gelegt sein. Die sofort verständigte Polizei nahm die Bedrohung ernst und durchsuchte die Moschee mit großem Personaleinsatz und einem Sprengstoffspürhund, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilen. Hinweise auf sprengstoffähnliche Gegenstände gab es nicht.

Gebetszeiten nicht beeinträchtigt

Auch nach der Nacht blieb die Polizei zum Schutz der Besucher weiter vor Ort. Die Abläufe und Gebetszeiten in der Moschee waren nicht beeinträchtigt. Laut den Dialogbeauftragten der Fatih-Moschee, Yavuz Cevik, waren etwa so viele Gläubige beim Freitagsgebet wie sonst auch. Sein Dank galt der Polizei und dem Pforzheimer Rat der Religionen. Eine Delegation des Rats besuchte das Freitagsgebet, um sich solidarisch zu zeigen.

Menschen müssen in unserem Land ihren Glauben frei ausüben können.

Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete

Die Ermittlungen zu den Hintergründen und Umständen der Bedrohung wurden durch die Kriminalpolizei des Präsidiums Pforzheim und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe übernommen. Am späten Freitagnachmittag gab es noch keine heiße Spur.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast betonte: „Menschen müssen in unserem Land ihren Glauben frei ausüben können.“ Dass dafür Polizeischutz notwendig sei, stimme sie mehr als nachdenklich, so die Pforzheimer Politikerin.