Pforzheim Wagner
KANDIDATIN Sabine Wagner bei einem Besuch in der Redaktion des Pforzheimer Kurier | Foto: Ehmann

Sozialdezernat wird besetzt

Pforzheim: SPD schlägt Wagner als Bürgermeisterin vor

Sabine Wagner soll nach Wunsch der SPD neue Sozialbürgermeisterin von Pforzheim werden. Man habe die 30-jährige Ortsvorsteherin von Huchenfeld „nach einer Sichtung des bisherigen Bewerberfeldes gebeten, sich um das Amt der Sozialbürgermeisterin in Pforzheim zu bewerben“, so teilten Fraktion und Partei in einer gemeinsamen Erklärung mit. Wagner geht somit als Favoritin in die Wahl am 19. Juni.

„Frau Wagner hat in ihrer bisherigen Tätigkeit als Ortsvorsteherin in Huchenfeld durch Sachkenntnis und Sozialkompetenz überzeugt. Sie hat in den Vorgesprächen gezeigt, dass sie für ihre Stadt brennt und durch ihre Erfahrung vor Ort und den klaren Blick für die Probleme die Entwicklung Pforzheims voranbringen wird. Sie bringt Verwaltungserfahrung und familienpolitische Expertise mit“, so hieß es.

Familienfreundlichkeit zentrales Thema

Man teile insoweit die Auffassung von Oberbürgermeister Peter Boch (CDU), dass gerade die Familienfreundlichkeit ein zentrales Zukunftsthema der Stadt sei. „Die Entwicklung von Strategien für die schwierige Sozialentwicklung dieser Stadt wird Sabine Wagner nicht schwerfallen, in diesem Punkt war die SPD bei der Betrachtung der Kandidatinnen und Kandidaten besonders kritisch.“

Besuch beim Pforzheimer Kurier

Bei einem Redaktionsbesuch beim Pforzheimer Kurier mit der frisch gekürten Kandidatin erläuterten SPD-Kreisvorsitzender Frederic Striegler sowie die Stadträte Jacqueline Roos und Ralf Fuhrmann das Zustandekommen der „einstimmigen Wahl“ innerhalb von Fraktion und Parteivorstand. Fuhrmann stellte klar: Man habe sich von dem Grundsatz leiten lassen, dass die Stadt im Sozialdezernat unabhängig von der Parteizugehörigkeit die bestmögliche Besetzung brauche.
ZU GAST BEIM PFORZHEIMER KURIER: SPD-Kreischef Frederic Striegler, Jacqueline Roos (stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende), Kandidatin Sabine Wagner, SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Fuhrmann (hinten von links) im Gespräch mit den Redaktionsmitgliedern Edith Kopf, Daniel Streib und Claudia Kraus (vorne von links). | Foto: Ehmann

SPD Pforzheim lobt Kandidatin

Mit dieser Festlegung der SPD solle aber mitnichten den anderen Bewerbern die grundsätzliche Eignung abgesprochen werden. Dennoch spreche alles für Sabine Wagner, die laut Striegler über besondere „integrative, kommunikative Kraft“ verfügt. Ohne lange Einarbeitung könne sie zudem „gleich zupacken und dazu noch eine langfristige Perspektive bieten“.
Wagner kündigte an, dass sie nun allen Fraktionen und Gruppierungen im Rat ihr Konzept vorstellen wolle. Neben der Familienfreundlichkeit will Wagner unter anderem Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung verbessern und die Kompetenz der freien Sozialträger noch stärker einbinden.
Die Wahl findet am 19. Juni im Gemeinderat statt. Inwieweit sich die anderen Fraktionen dann am Vorschlag der SPD orientieren werden, ist noch unklar. Positive Signale gibt es bereits von Axel Baumbusch von der Fraktion Grüne Liste.
Laut Stadtverwaltung wurden am Montag 13 gültige Bewerbungen gezählt. Öffentlich bekannt geworden sind unter anderem die Kandidaten Carl-Gustav Kalbfell (FDP), Sozialbürgermeister in Leinfelden-Echterdingen, und Almut Cobet, Erste Bürgermeisterin in Göppingen. Zum kandidiert der Pforzheimer Dimtrij Walter.