Zebrastreifen
Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) läuft bei einem Fotoshooting über einen Zebrastreifen. | Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

50.000 Euro

Pforzheim wird Modell-Kommune für Sicherheit an Zebrastreifen

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Das landesweite Aktionsprogramm „1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“ soll dazu beitragen, den Anteil des täglich zu Fuß zurückgelegten Weges von 21 auf 30 Prozent zu erhöhen. Knapp 70 Kommunen haben sich als Modell-Kommune beworben, von den sechs ausgewählten ist eine Pforzheim.

Die Stadt wird in den kommenden Monaten vom Landesverkehrsministerium mit 50.000 Euro dabei unterstützt, weitere Zebrastreifen anzulegen und dem Fußverkehr Vorrang einzuräumen. Dabei erhalten sie Hilfe durch ein auf den Fußverkehr spezialisiertes Fachbüro.

Noch immer strahlt unsere Stadt das aus, was einst gesellschaftlicher Konsens war: eine Stadt, geplant und gebaut für Autos, weniger für die Menschen. Das gilt es zu ändern.

Pforzheims Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler

Zum Kern zählt ein Beteiligungskonzept: Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort werden einbezogen, wie das Ministerium mitteilt. Sie sollen gemeinsam mit Politik, Verwaltung sowie weiteren Akteuren an der Erarbeitung des örtlichen Zebrastreifen-Konzepts und bei der konkreten Ausgestaltung mitwirken.

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Zebrastreifen kostet 50.000 Euro

Bürgermeisterin Sibylle Schüssler freut sich über den Zuschlag und stellt gleichzeitig klar: „Noch immer strahlt unsere Stadt das aus, was einst gesellschaftlicher Konsens war: eine Stadt, geplant und gebaut für Autos, weniger für die Menschen. Das gilt es zu ändern.“ Fußverkehr sieht sie als eine tragende Säule eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes.

Laut Verkehrsministerium kostet ein Zebrastreifen rund 40.000 bis 50.000 Euro. Beworben hatten sich 68 Gemeinden. Laut einem Sprecher des Verkehrsministeriums sollen in Zukunft weitere Kommunen folgen. Neben Pforzheim wurden Leonberg (Kreis Böblingen), Schramberg (Kreis Rottweil), Langenargen (Bodenseekreis), Erligheim (Kreis Ludwigsburg) und Bad Rippoldsau-Schapbach (Kreis Freudenstadt) ausgewählt.

BNN