Pforzheim
DOPPEL-WHOPPER: Derzeit gibt es in Pforzheim nur den kleinen Burger King am Hauptbahnhof. Doch auf der Wilferdinger Höhe gibt es Pläne für gleich zwei neue Burgerrestaurants. | Foto: str

Wilferdinger Höhe

Pforzheim: Zwei Burger Kings in einer Straße geplant

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Seit einem Brand 2015 gab es auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim keinen Burger King mehr. Jetzt sind in der Karlsruher Straße sogar zwei der US-Schnellrestaurants geplant. Einem Sprecher zufolge soll die erste Filiale demnächst an einem neuen Standort gebaut werden. Beim anderen Vorhaben gibt es noch rechtliche Hürden.

Fastfood ist beliebt. Auch auf der Wilferdinger Höhe, in dem Gewerbegebiet werden Hungrige unter anderem von Kentucky Fried Chicken und McDonalds verköstigt. Doch dass jetzt gleich zwei Burger-King-Filialen geplant sind, dürfte weniger in der großen Nachfrage als im vitalen Geschäftsinteresse zweier unterschiedlicher Franchisenehmer begründet liegen, die im Burger-King-System oft sehr selbstständig agieren können.

Pforzheim: Erste Baugenehmigung liegt vor

Für die erste geplante Filiale an der Karlsruher Straße 26 liegt dem Franchisenehmer Burger King Süd (Zimmern ob Rottweil) bereits eine Baugenehmigung vor. Derzeit laufen dort Vorbereitungen zum Abriss des Firmengebäudes von Hutter Fensterbau – das Familienunternehmen ist unlängst nach Eisingen umgezogen. Schon im Frühjahr könnten dort, wo einst maßgeschneiderte Fenster produziert wurden, die berühmten Whopper der Hamburger-Kette auf dem Grill brutzeln. „In der Regel dauert der Bau einer neuen Filiale etwa drei Monate“, so der Burger-King-Sprecher, der allerdings auch auf mögliche dem Frost geschuldete Verzögerungen hinweist.

burger king
BURGER-BRACHLAND: Die 2015 abgebrannte Burger-King-Filiale auf der Wilferdinger Höhe wurde bislang nicht wieder aufgebaut. | Foto: Wacker Archivbild

Trotz dieses bereits weit gediehenen Vorhabens soll wenige hundert Meter entfernt in der Karlsruher Straße 48 ebenfalls eine neue Burger-King-Filiale entstehen. Auch an diesem Standort sei nach nach wie vor ein neues Burger-King-Resaturant geplant, so der Sprecher des Burgerkette und bestätigte auch, dass es sich  dabei um einen anderen Franchisenehmer handelt.

Nach Brand: Probleme mit Störfallverordnung

Dort am westlichen Eingang zum Gewerbegebiet war Burger King schon einmal vertreten, bis im Dezember 2015 ein Brand die Filiale völlig zerstörte. (Siehe auch Hintergrund.) Doch die zügigen Wiederaufbaupläne des dafür zuständigen Franchisenehmers gerieten ins Stocken. Bislang verwehrt die Stadt Pforzheim die Baugenehmigung, weil das Grundstück von der Störfallverordnung betroffen sei, wie es hieß. In der Nähe befindet sich die Scheideanstalt der Firma Wieland Edelmetalle.

Widerspruch beim Regierungspräsidium läuft

Derzeit läuft beim Regierungspräsidium Karlsruhe ein Widerspruchsverfahren gegen den abschlägigen Bescheid der Stadt Pforzheim. Wie eine Behördensprecherin am Freitag gegenüber dem Kurier sagte, sei das Ergebnis des Verfahrens noch nicht absehbar.
Sollte der Widerspruch Erfolg haben, könnte auch dort gebaut werden. Ob sich der doppelte Whopper-Brater lohnt, dürfte dann der Markt entscheiden. Pforzheimer Fastfood-Fans würden sich jedenfalls doppelt freuen.

Hintergrund:
Seit nunmehr drei Jahren bemüht sich Burger King um den Bau einer neuen Filiale in Pforzheim. Die Burger-King-Filiale auf der Wilferdinger Höhe war im Dezember 2015 vollständig zerstört worden. Als Auslöser für das Feuer wurden Fettablagerungen in einer Dunstabzugshaube genannt. Das Feuer verursachte damals einen Schaden von über 600 000 Euro. Die US-Kette hat ihren Sitz in Miami. Die rund 13 000 Restaurants weltweit werden zu rund 90 Prozent von selbstständigen Franchisepartnern geführt. Burger King gehört zum Schnellrestaurant-Konzern Restaurant Brands International, der seinen Sitz in Oakville in Kanada hat.