Messer
Bei der Personenkontrolle von zwei Verdächtigen sind am Donnerstagabend in der Pforzheimer Nordstadt zwei Zivilbeamte verletzt worden. (Symbolbild) | Foto: oconairekat – stock.adobe.com

Widerstand gegen Festnahme

Pforzheim: Zwei Polizisten mit Messer verletzt

Bei der Personenkontrolle von zwei Verdächtigen sind am Donnerstagabend in der Pforzheimer Nordstadt zwei Zivilbeamte verletzt worden. Ein 18-Jähriger hatte sich mit einem Messer gegen die Festnahme gewehrt, wie Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe am Freitag mitteilten.

Die beiden Beamten waren gegen 17.50 Uhr auf dem Spielplatz des Klingelparks zur Bekämpfung der Drogenkriminalität im Einsatz und wollten zwei Männer kontrollieren. „Als sich die Polizisten als solche zu erkennen gaben und auswiesen, wollte der 18-Jährige sofort flüchten, konnte aber von einem Beamten festgehalten, zu Boden gebracht und dort fixiert werden“, hieß es in der Pressemitteilung weiter.

18-Jähriger hatte Messer und Schlagstock dabei

Der Festgehaltene zog jedoch ein Messer und führte mehrere Stichbewegungen in Richtung des Oberkörpers des Polizisten aus. Der zweite Zivilbeamte eilte zu Hilfe, nachdem er den anderen, 16 Jahre alten Tatverdächtigen vorläufig festgenommen hatte. Gemeinsam gelang es, den 18-Jährigen zu fesseln und ihm die mitgeführten Waffen abzunehmen. Neben dem eingesetzten sogenannten Karambit-Messer hatte der junge Mann einen Teleskopschlagstock dabei.

Beamte erleiden Stichverletzungen

Die beiden Polizeibeamten trugen diverse Stich- und Schnittverletzungen davon, die ambulant im Krankenhaus versorgt werden mussten. Beide blieben anschließend dienstunfähig. Am Kontrollort konnten spezielles Zigarettenpapier für den Bau eines Joints und Tabakreste sichergestellt werden, die weiterer Untersuchung bedürfen.

Der bislang nur wegen eines Diebstahldelikts aktenkundige 18-Jährige muss unter anderem mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte rechnen. Gegen den 16 Jahre alten Jugendlichen werden weitere Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz geführt.