Letzter Feinschliff: Rafy Ahmed will in der TV-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 75 000 Euro für 15 Prozent seiner Firmenanteile. | Foto: Morotai

Designer wirbt für Sportlabel

Pforzheimer in der „Höhle der Löwen“

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Im sechsten Semester macht es Klick. Rafy Ahmed hält es nicht mehr aus: Der Pforzheimer Mode-Design-Student schnappt seine Entwürfe und trampt nach Rumänien, wo er drei potenzielle Produktionsstätten für seine Kollektion abklappern will.

Aufgeben war keine Option

Nach zwei Absagen bekommt er den Zuschlag. Der junge Mann verrät dabei nicht, dass er noch studiert, er präsentiert sich als Geschäftsmann – mit Erfolg, denn in die Goldstadt bringt er zwölf Stücke mit. Die blitzen an der Hochschule für Gestaltung allerdings ab. Davon lässt sich der gebürtige Pakistani, der als Einjähriger mit seiner Familie nach Deutschland kam und sich bis zum Bachelor-Abschluss paukte, aber nicht entmutigen. „Die Reise hat mir das Vertrauen gegeben, dass ich eine komplette Kollektion auf die Beine stellen kann“, erzählt der Jungunternehmer im Büro seiner Firma. Denn mittlerweile hat der 28-Jährige ein Start-up-Unternehmen mit Sitz in Birkenfeld in der Nähe von Pforzheim gegründet.

 

Sind bereit für die „Löwen“: Die vier Morotai-Gründer Werner Strauch, Andreas Maier, Rafy Ahmed und Waldemar Wenzel. | Foto: Morotai

Funktionales Design steht im Fokus

Das Team besteht aus acht Mitarbeitern und vier Gesellschaftern. Rafy Ahmed ist der kreative Kopf von „Morotai“, einem Sportmodeunternehmen, das nicht mit knalliger Optik, sondern mit geradlinigem und funktionalem Design überzeugen möchte. Das ist Rafy Ahmed wichtig, denn er ist selbst Sportler und kennt die Bedürfnisse seiner Zielgruppe. Das junge Unternehmen könnte eine neue Marke erfolgreich am Markt platzieren. Die Auftragsbücher werden voller, die Produktionszahlen immer höher. Produzieren lässt die Firma in Pakistan. Dort seien aufgrund der Kooperation 250 Arbeitsplätze entstanden.

Investment in Höhe von 75 000 Euro als Ziel

Ahmed rechnet im ersten Geschäftsjahr mit mindestens einer Million Euro Umsatz. Die Kollektionen sind im Online-Shop und in 40 Geschäften bundesweit erhältlich. Und weil laut Firmenphilosophie in jedem ein Krieger steckt, wagte er sich mit seinen drei Partnern in die Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ mit dem Ziel, für 75 000 Euro 15 Prozent Firmenanteile zu verkaufen. „Es geht uns mehr um das Knüpfen von Kontakten und um strategische Unterstützung“, sagt er. Ob einer der Löwen angebissen hat?