Noch mal acht Jahre will OB Hager an der Rathausspitze stehen. Einiges sei erreicht, aber er brauche noch etwas Zeit, um die Stadt in eine gute Zukunft zu führen. | Foto: Ehmann

Kandidatur jetzt offiziell

Pforzheims OB Hager will’s nochmal wissen

Die Stadt will ihren Hager: Diesen Eindruck will die „Initiative Pforzheim“ vermitteln, deren drei Sprecher gestern gemeinsam mit Gert Hager die Kandidatur des amtierenden Oberbürgermeister vorstellten. Er sei in den vergangenen zwei Jahren „von ganz vielen Menschen angesprochen worden, die mich unterstützen möchten auf dem Weg, der für Pforzheim weiter zu gehen ist“, so Hager, ehe er „ganz offiziell“ erklärte, „ich stelle mich erneut zur Wahl am 7. Mai“.

„Ich stelle mich zur Wahl“

Gemeinsam mit Wolf-Dieter Späth, Annemarie Berg und Gustl Weber trat er vor die Presse und begann damit vier Monate vor dem Wahltermin seinen Wahlkampf ums Oberbürgermeisteramt.
Mit sechs Themen will Hager punkten, allen voran die wirtschaftliche Entwicklung der Goldstadt, die in den vergangenen Jahren von 48 000 auf 56 000 Arbeitsplätze aufgestockt habe.

Als Oberhaupt einer „enorm wachsenden Großstadt“ stehe ein Wohnraumkonzept, das alles von der geförderten Wohnung bis zum exklusiven Eigenheim umfasse, ganz oben auf der Agenda.

Wohnraum, Wirtschaft, Sicherheit

Zwar habe sich die reale Sicherheit in Pforzheim verbessert, „aber das subjektive Sicherheitsgefühl ist ein anderes und dem müssen wir Rechnung tragen“, so Hager, der die Stichworte Sicherheit und Sauberkeit als dritten Punkt seines Wahlkampfprogramms nannte. Auf den Feldern Integration, Innenstadtentwicklung, sowie Bildung und Betreuung entscheide sich, ob für Pforzheim die Risiken oder die Chancen überwögen.

„Ich habe einen klaren Plan“

Er jedenfalls wolle die Chancen ergreifen. „Ich habe einen klaren Plan und der bereits zurückgelegte Weg zeigt die Richtung an.“ Die Weichen seien gestellt. Aber er brauche noch etwas Zeit, um Pforzheim „in eine gute Zukunft“ zu führen.

„Initiative Pforzheim“ unterstützt die Kandidatur

Für eine nicht näher benannte Zahl von Pforzheimerinnen und Pforzheimern, die Hager auf diesem Weg tatkräftig unterstützen wollen, legten sich gestern der langjährige Verwaltungschef des Stadttheaters, Gustl Weber, die ehemalige Jugendgemeinderätin Annemarie Berg und der ehemalige Vorsitzende der Verkehrswacht und Würmer Ortschaftsrat Wolf-Dieter Späth ins Zeug.

„Gert Hager ist ein Mensch, der ungewöhnlich gut zuhören kann“, schwärmte Weber von seinem ehemaligen Chef und berichtete von Kollegen aus anderen Städten, die ihm sagten: „Hör mal, Dein Chef weiß ja Bescheid“. Pforzheim, so Weber, brauche Hager, um die Chance, sich neu zu erfinden, auch zu nutzen.

„Für die Jugend ein offenes Ohr“

Annemarie Berg betonte, wie ernst Hager die junge Generation nehme. „Er hat für die Stimme der Jugend immer ein offenes Ohr.“ Pforzheim werde immer jünger und brauche einen OB, der diese Chance für die Stadt nutzen kann.

Marathonlauf „noch nicht zu Ende“

Vom anderen Ende des Lebens blickt der erfahrene Anwalt Wolf-Dieter Späth auf seine Wahlheimat und sieht „Pforzheim auf einem guten Weg“. Keinem Oberbürgermeister, „vielleicht mit Ausnahme der unmittelbaren Nachkriegszeit“, seien so viele Problemkreise in einer Amtszeit vor die Füße gefallen.

„Der Derivateskandal, marode Schulen, marode Schwimmbäder: Es ist beeindruckend, wie Gert Hager all diese Probleme angeht.“ Der „Marathonlauf“, den Hager vor acht Jahren begonnen habe, verlaufe trotz schwierigstem Umfeld sehr gut. „Gert Hager sollte ihn fortsetzen und erfolgreich beenden.“